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Mein Freund Klaus
Von Peter O. Chotjewitz
Roman
576 Seiten , Hardcover
22,00 € (0,00 SFr) 
 
ISBN : 978-3-935843-89-8
Textprobe : Mein Freund Klaus
Der Brisanz des Materials entspricht die Radikalität der literarischen Mittel. In diesem Roman liegen die Fakten auf dem Tisch. Stilsicher, kühn im Aufbau und dramaturgisch modern schreibt Chotjewitz über seinen Freund Klaus Croissant, der als Strafverteidiger schikaniert, als angeblicher Drahtzieher des internationalen Terrorismus verfolgt und nach der Annektion der DDR durch die Bundesrepublik 1990 wegen staatsfeindlicher Agententätigkeit abermals verurteilt wurde. Penibel recherchiert, detailgetreu und in kühler Sprache erzählt, steht der Roman in einer Linie mit Chotjewitz' skandalösem Romanfragment über die RAF aus dem Jahr 1978 (»Die Herren des Morgengrauens«). Von 1931 bis 2002 reicht der beklemmende Bilderbogen dieser deutschen Unrechtsgeschichte. Jeder Rechtsspruch ein Rechtsbruch.
 
Pressestimmen :
Das Buch "Mein Freund Klaus" ist spannend. Zumal für Leser, für die diese Phase erlebte Zeitgeschichte ist. Die Meisten haben damals von "draußen" beobachtet, Chotjewitz schreibt von "drinnen", als Insider. Spannend ist es aber auch wegen der gewählten Form: Mal die Wiedergabe der Gespräche, mal der Reportage-Stil, mal unterschiedliche Erzähl-Formen.
Waltraut Worthmann-von Rode/HR 2

Peter O. Chotjewitz' große Roman-Biographie "Mein Freund Klaus" kämpft an altbekannten Fronten, pflegt verhärtete Freund-Feind-Schemata und ist dennoch, das ist das überraschende Resultat dieses Buches, jener wertvolle Beitrag zu der ermüdend festgefahrenen RAF-Diskussion geworden, der nicht unbedingt zu erwarten gewesen war: es ist ein beklemmendes Dokument des idealistischen, sicherlich sehr ideologischen, aber aufopferungsvollen Kampfes Klaus Croissants' gegen die rechtsstaatlich bedenkliche Behandlung der zeitgenössischen Radikalopposition durch die bundesdeutsche Justiz.
Kevin Vennemann/WDR 3