| Leonhard Loreks Gedichte und poetische Prosatexte zeichnet eine "klare, knappe Sprache" (Berliner Zeitung) aus, die den Leserinnen und Lesern mitunter den Boden unter den Füßen wegreißt. Lorek kann ganz ohne Wortgeklingel die Weltwahrnehmung erschüttern. Und treffen: "Gedichte sind ein brauchbares Mittel, jedwedem Seelenelend beizukommen. Sie helfen einem, sich selbst zu ertappen, Unausweichlichem den Status der Konsequenz zuzugestehen, sich zu verhalten. Gute Gedichte sind wie gute Therapeutinnen, Analytiker; was sie von diesen unterscheidet, ist zweierlei: Zum einen tritt ihr Unterhaltungsfaktor anders in Kraft und zum anderen sind sie unbezahlbar." |
Mit viel Einfallsreichtum wird hier ein poetisches Sprechen mit pamphletartigen Ausbrüchen verwoben, wie es in jüngerer Zeit nur noch von Elke Erb erlebbar gemacht worden ist. Denken und Fühlen überschichten sich auf anregende Weise, und die vermeintlich einfach Ausarbeitung macht die zugrunde liegenden komplexen Strukturen erst sichtbar.
Lars Reyer / Kreuzer
Lorek, Jahrgang 1958, ist zwar nicht mehr ganz so jung, dafür legendär.
Andreas Schäfer / Tagesspiegel |