| "Die verbesserte Frau" ist ein Thriller aus der Welt privater und öffentlicher Forschung, es gibt private und öffentliche Katastrophen. Bettina Ritter verliebt sich in gleich zwei Frauen. Doch weder Catherine Tallow noch Frau Dr. Olim, genannt "die dünne Lisa", wollen nur ihre Liebe. Denn im Hintergrund arbeitet ein wissenschaftlicher Apparat an einem neuen Projekt: Eine verbesserte Frau soll geschaffen werden, ein schmerzfreies, benutzbares Objekt. |
"Bettina, gescheiterte Studentin, verknallt sich über Umwege in die mysteriöse Wissenschaftlerin Ursula. Das ist der einfache Teil an Barbara Kirchners Thriller "Die verbesserte Frau". Verworren dagegen ist die Krimihandlung: Ein Frauenjäger streift durch die Universitätsstadt, ein Callgirl stirbt, und Bettina findet unter dem Bettzeug ihres Mitbewohners deftige SM-Lektüre. Verwirrt? Gut so, denn die Autorin beschert uns mit ihrem Erstlingswerk einen ausgewachsenen Sci-Fi-Krimi um Neurobiologie (Kirchner ist promoviert in theoretischer Chemie!) und manipulative Experimente. Lesen und nicht mehr weglegen!"
Sabine König/Siegessäule
"Ein mit Witz, Ernst, Meuchelmord, Pulp-Prügeleien, emotionalen Turbulenzen, (demissionierten) StudentInnen, WissenschaftlerInnen, Karrierismen und sozial bewegten Resten garnierter Thriller darüber, wie Paranoia von Realitäten überholt werden kann. Sexuelles Begehren und freundschaftliche Konstellationen leben plausibel gegen Kategorien wie "Mann", "Frau" oder "Ethnie" an, aber die Welt drumrum reproduziert weiter böse Konstruktionen: Mit Privatkapitalmacht und Marktlogik werden aus engagierten Forschungen erzreaktionäre Projekte destilliert und durch Bio-Technik und Zuchtmethodenpsychiatrie fieseste biologistische Proto-Patriarchen-Phantasien als Quasi-Natur in enteignete Frauenkörper implantiert. Heldinnenwut brodelt."
Frank Geber/Groove
"Es geht um die Selbstermächtigung in Zeiten der modernen Wissenschaft, in Zeiten des modernen Kapitalismus. Denn in diesem Buch kann alles, was Du für Verfolgungswahn hältst, schon morgen als Wahrheit entpuppt mit dem Revolver vor Deiner Tür stehen."
Jan Niklas Jansen/Spex |