Verbrecher Verlag

Startseite

Verlagsprogramm
(mit Bestellfunktion)


Belletristik

Sachbuch/Politik

Stadtbücher

Kunst/Comic

Schnäppchen

Vorschau/Vorbestellen

T-Shirts

CD / DVD

Warenkorb

vergriffene Titel

Verbrecherversammlungen

Lesungen

Textarchiv

AutorInnen

Newsletter

Tafelmuzak

Links

Kontakt

Das aktuelle Programm
zum Download



Vielleicht nur Teilzeit
Von Tom Combo
Geschichten und Reportagen. Mit Illustrationen von Jim Avignon.
(128 Seiten)
12,30 € (24,00 SFr) 
 
ISBN : 3-935843-05-4
Textprobe : Vielleicht nur Teilzeit. Geschichten und Reportagen.
Ist der nette Junge von nebenan ein Mörder? Und warum hat der Auftragskiller keine Kinder? Die Geschichten und Reportagen in "Vielleicht nur Teilzeit" drehen sich um das Normale im Außergewöhnlichen und um das Außergewöhnliche in der Normalität. Die Protagonisten sind Nachtwächter, Bahnhofstricher, Architektinnen oder jugendliche Selbstmordpillenschlucker. Das Feingefühl des Kunst-Wrestlers trifft hier auf die Melancholie eines Müllfahrers, während eine hochbegabte Seerobbe der Jugend erklärt, wieso sie sich nicht in die Realität flüchten soll. Im stetigen Wechsel der Perspektiven kann plötzlich Banales bedeutsam, kann eine heimliche Untiefe zur unheimlichen Tiefe werden, in der vielleicht eine seltsame Band in einem versenkten Landdisco-Dixieklo spielt.
 
Pressestimmen :
Tom Combo ist ein Mann mit vielen Talenten. Das erste Mal hörte ich von ihm als Musiker. Auf der 1998 erschienenen CD "Zur Hölle Mama. Perlen deutschsprachiger Popmusik Vol. 3" ist er mit einem Song vertreten. Der heisst "Ging zu" und ist mit seinem Sample-Minimalismus in jeder Beziehung ein Chef d'Oeuvre der Reduktion. Das zweite Mal, als ich mit Tom Combo zu tun hatte, war er Conférencier an der Jubiläums-Soiree des Comic-Magazins "Strapazin", und er sang, wenn ich mich recht erinnere, als Karl Lagerfeld verkleidet, das Lied "Freundin" von den Aeronauten, ebenfalls ein Meisterwerk der Schweizer Popmusik. Zum dritten Mal traf ich auf Tom Combo, als er Veranstalter einer so genannten Popliteratur-Lesung im Gaswerk Winterthur war. Trotz diesen breit gefächerten Aktivitäten des Tom Combo sieht man den Kern seines Wirkens, den Grundgehalt, die Quintessenz: Pop! Ja, lacht nur, ihr Werbespruchgläubigen, lacht nur! Aber Pop ist nicht tot, er riecht nur ein bisschen komisch, weil zu viele Leute mit ihren schmutzigen Pfoten darin herumgewühlt haben. Tom Combo hingegen ist ein authentischer Vertreter des Pop, des lärmenden Aufruhrs, der vergeblichen Gesten, der ironischen Distanz. Er steht dort, wo Reduktion und Redundanz keine Gegensätze sind, sondern den Meister machen. Tom Combo heisst übrigens mit bürgerlichem Namen Thomas Meister und lebt in Winterthur. Er werkelt als Journalist, unter anderem für die WoZ, als Schriftsteller, Entertainer und Musiker, zum Beispiel mit seiner Band Rasen. Seine Stirnfalten sind manchmal sehr tief, wenn er von kulturellen Schauplätzen berichtet. Von Winterthur etwa. Das ist so eine Stadt, in der man nur leben kann, wenn man ein reiches Innenleben sein Eigen nennt. Oder wenn man die harte, brutale Realität braucht, um sich daran zu reiben und Funken daraus zu schlagen. Oder wenn man Zürich in die Luft sprengen will. Das wird in einer der Geschichten von Tom Combo sehr schön beschrieben. Ein Typ an einer Bar jammert darüber, dass der berühmte Physiker Albert Einstein seinerzeit aus Winterthur weggeekelt wurde. Wäre er geblieben, so hätten sie jetzt die Atombombe. Und die würde der Typ an der Bar auf Zürich werfen. Auch Benito Mussolini, damals noch Maurer und Anarchist, lebte fast zur selben Zeit wie Einstein in Winterthur. Geschichte als Sinngebung des Sinnlosen. Pop! Tom Combo ist auch ein international renommierter Slam-Poet. Er ist meines Wissens sogar amtierender Europameister im Mannschafts-Slammen. (...) Hat nicht Erik Satie gesagt, dass es das grösste Verbrechen ist, sein Publikum zu langweilen. Da Tom Combo dies nicht tut, sollte er sich vielleicht einen Verlag mit einem anderen Namen suchen. Kauft und lest also das Buch von Tom Combo. Es heisst "Vielleicht nur Teilzeit", hat konsumfreundliche 128 Seiten und kostet 24 Franken. Und es zeigt exemplarisch, dass es in Winterthur auch andere literarische Standpunkte gibt als Peter Stamms Melancholieprojekt.
Wolfgang Bortlik, WoZ

In "Vielleicht nur Teilzeit. Geschichten und Reportagen." vermischen sich nicht nur die Genres, sondern auch die Erzählebenen, realistische Beobachtungen stehen nicht nur neben Fantasy, sondern gehen gleich ineinander über und manches, was als schlechter Traum erscheint, ist wahrscheinlich wirklich passiert. Die ersten Zigaretten, die erste Liebe, die ersten Selbstmordpillen stehen neben Reportagen vom Schwulenstrich und (echten?) Fallgeschichten aus der Psychopathologie. Manchmal erzählt Tom Combo auch Geschichten in zwei Varianten oder baut das Ende der einen gleich mal in die nächste Geschichte, was vorgefasste Erwartungen flott durcheinander wirft und nicht unbedingt dazu führt, dass das Ende versöhnlicher wird: Der Humor ist bei Tom Combo meist recht schwarz, das Lachen bleibt Leser und Leserin gern mit leichtem Würgen im Hals stecken - skurrile Unterhaltung muss ja schließlich nicht unbedingt nett sein, die Welt inklusive ihrer möglichen Parallelwelten ist es ja auch nicht.
Tine Plesch, Raumzeit

Manchmal sollte man einfach kein vernünftiges Buch lesen.
Schnüss. Das Bonner Stadtmagazin

Literatur mit Herz also, Literatur mit Zukunft und mit Illustrationen von Jim Avignon!
Strapazin

Tom Combo kann schreiben und er kann uns zum Lachen bringen. [...] "Vielleicht nur Teilzeit" ist ein Buch, das viele Überraschungen bietet und zudem von Zeit zu Zeit einfach schweinekomisch ist.
IQ-style

"Vielleicht nur Teilzeit" ist ein Buch voller kurzer, irrer Geschichten, die sich schon auf den ersten Blick als nahverkehrskompatibel erweisen. Manche dieser Geschichten erfahren eine Umkehrung. Mache sogar mehrere. [...] Der Mann kann was. Er kann Romanminiaturen und Miniromane schreiben. Andere würden aus solchem Material 300 Seiten schinden. Anders Tom Combo. Ihm liegt die kleine Form recht gut. Er labert nicht zu. Er erschöpft nicht durch Beschreibung. "Alles wäre noch sehr lange so weitergegangen, wenn nicht plötzlich der Sound total schlecht geworden wäre." Sätze dieser Kragenweite sind in fast jeder seiner Geschichten zu finden. Und dann kippen die Geschichten um. Manche kippen sogar mehrmals um. Und sie kippen fast immer gut. Wie bei funktionierendem Nahverkehr: aussteigen, Anschluss haben, weiterfahren, Richtung stimmt. Solche Reisen dürfen dauern, denn: sie langweilen nicht durch Aufenthalte, sie rauben keine Zeit.
beam me up