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Hauptstadtbuch
Von Jörg Sundermeier (Hg.) Werner Labisch (Hg.)
Geschichten und Bilder
176 Seiten
7,95 € (14,00 SFr) 
 
ISBN : 3-935843-55-0
Textprobe : Hauptstadtbuch
Seit dem Fall der Mauer ist Berlin wieder Hauptstadt, doch bleibt die bange Frage: wird diese Stadt den Anforderungen an eine Hauptstadt überhaupt gerecht? Zwar verteidigen die Sentatoren und Bürgermeister seit Jahren verzweifelt den Anspruch, wenn schon nicht New York und Paris, so doch Moskau und London als die "Szene"-Hauptstadt überholt zu haben. Andererseits pflegt man in Berlin das größte Sozialamt Europas und die merkwürdigsten Provinzialismen, setzt obskure Stadtteilentwürfe gegen gewachsene Strukturen. Inwieweit ist Berlin eine Hauptstadt? Wie lebt es sich in ihr? Dieser Frage gehen die Beiträge dieses Buches nach.
Texte und Bilder von Barbara Bollwahn, Peter O. Chotjewitz, Manja Dornberger, Tanja Dückers, Nils Folckers, Oliver Grajewski, Sarah Herke, Martin Hiebl, Meike Jansen, Barbara Kalender, Bayram Karamollaoglu, Jürgen Kiontke, Susanne Klingner, Knud Kohr, Maximilian König, Kirsten Küppers, Philip Meinhold, Kolja Mensing, Ralf Niemczyk, OL, Sven Regener, Jana Schmidt, Sarah Schmidt, Jörg Schröder, David Wagner, Ambros Waibel, Florian Werner, Stefan Wirner und Stephanie Wurster
Es fehlt im Buch: Zu "Nimm Dir Zeit und wandle" von Meike Jansen im "Hauptstadtbuch"
 
Pressestimmen :
Subjektiv und gelegentlich provozierend sind auch die meisten anderen Beiträge. Sie stammen von Literaten, Journalisten, Herumtreibern und Alltagsphilosophen. Manche von denen sind bislang nur Eingeweihten bekannt, andere wie Tanja Dückers, Kolja Mensing oder der auch für den Tagesspiegel arbeitende Zeichner Oliver Grajewski haben sich auch jenseits der Independent-Szene bereits einen Namen gemacht. Der prominteste Mitarbeiter der Anthologie dürfte Sven Regener ("Herr Lehmann") sein, der neben seinem Namen einen Zwanzigzeiler beisteuerte, in dem er die Essgewohnheiten der Berliner würdigt: "Im Grunewald wird Schlitten gefahren / Und man labt sich an C-Wurst und Fritte / Atze will auch noch Majo dazu / Dann fällt er und ruft: Watten ditte?!" Besonders lesbar machen das Buch die ernsteren Stücke, etwa Kirsten Küppers` Beobachtung eines älteren Trinkerpärchens im Park. Die Frau füttert Vögel, er beschimpft sie als blöde Kuh, nur hin und wieder deuten Gesten eine fast vergessene Innigkeit an. Vor vermeintlichen Banalitäten schrecken auch andere Autoren nicht zurück und verbinden Großstadt-Fundstücke zu Collagen, die teils ähnlich zufällig wirken wie die Illustrationen zwischen den Texten. Darin ähnelt das Buch Berlin: Nicht schön oder lieblich, aber eine Menge zu entdecken.
Lars von Törne / Tagesspiegel

Die eine sieht Berlin als einen Anziehungspunkt für anstrengende Hipness-Touristen. Für den anderen ist es trotz seiner Größe tiefste Provinz. Und der nächste erinnert an die exotischen Lebensbedingungen, als die Mauer noch stand. Berlin ist eben was Besonderes und jeder der 28 Autoren im "Hauptstadtbuch" stellt das auf seine Weise heraus. Neben skurrilen Anekdoten und ironischen Kurz-Essays, finden sich in dem Band auch Fotos, Comics und Zeichnungen: Nette, amüsante Betrachtungen von geborenen, zugezogenen oder durchgereisten Berlinern über Berlin.
Ronald Galenza / Radio Fritz

Hauptstadtbuch, ein schmuckes kleines Sammelsurium [...]. Sollte man in der U-Bahn immer zur Hand haben.
Zitty

So isse, die Hauptstadt.
Berliner Zeitung

Neben skurrilen Anekdoten und ironischen Kurz-Essays, finden sich in dem Band auch Fotos, Comics und Zeichnungen: Nette, amüsante Betrachtungen von geborenen, zugezogenen oder durchgereisten Berlinern über Berlin.
fritz.de

Das ist mal ein Buch, das sich lohnt, wie ja überhaupt alles vom Verbrecherverlag.
regener.blogg.de