Eine gelungene Kritik biopolitischer Interpretationen
Phase 2
Bio-Politik ist ein Querschnittsthema, das vielfältige Übergänge zwischen historischen, theoretischen und politischen Diskussionsfeldern eröffnet. Wie spannend, wie politisch wichtig und theoretisch anspruchsvoll dieses Feld ist, aber auch, welche Fallstricke dort lauern, zeigt der Band "Das Leben lebt nicht" gleichermaßen auf.
Andrea Geier / literaturkritik.de
In einem Beitrag wird die Entwicklung der von Foucault inspirierten Kritik zur akademischen Politikberatung nachgezeichnet, ein anderer handelt von der Unmöglichkeit, "in poststrukturalistischer Manier den Antisemitismus zu begreifen". Die Schwächen der beiden wohl einflussreichsten Werke politischer Philosophie der letzten Jahre, Giorgio Agambens Homo Sacer und Empire von Antonio Negri und Michael Hardt, werden überzeugend erklärt. Bei aller berechtigten Kritik wollen die Autorinnen und Autoren herausfinden, was sich mit dem Poststrukturalismus vielleicht doch anstellen ließe.
Matthias Becker / konkret
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