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Erzählungen. Ein Lesebuch
Von Irmtraud Morgner

176 Seiten
13,00 € (24,00 SFr) 
 
ISBN : 3-935843-74-7
Textprobe : Erzählungen. Ein Lesebuch
Irmtraud Morgner hat, neben ihren Romanen immer wieder kleinere Erzählungen verfasst und sie in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht. Einige von ihnen, etwa die "Gauklerlegende", haben es dabei zu großer Berühmtheit gebracht, manche nahm sie nachher in die Romane auf, mancher ist nach seiner Erstpublikation nicht wieder gedruckt worden. Die Arbeit an den großen Romanen ließ Irmtraud Morgner nicht die Zeit, ihre kürzeren Texte gesammelt herauszugeben. In diesem Lesebuch nun findet sich eine Auswahl dieser Erzählungen, die eine gute Einführung in dass Schreiben und Denken Irmtraud Morgners gewähren. Es geht in ihnen um den Selbstbefreiung, Geschlechtertausch oder den Aufbau des Sozialismus. Auf die Erzählungen trifft zu, was Fritz Rudolf Fries 1990 schrieb: "Ihre fanatischen Erzählungen enthalten gefährliche Kassiber gegen die aus Dummheit und Böswilligkeit gemischte Ignoranz der Über-Väter."
 
Pressestimmen :
Marxisten stehen derzeit nicht gerade hoch im Kurs, Feministinnen auch nicht, DDR-Literatur schon gar nicht. Das hat zur Folge, dass Irmtraud Morgner fast vergessen wurde, obwohl ihre Bücher zum Aufregendsten und Überraschendsten gehören, was die deutsche Literatur im 20. Jahrhundert hervorgebracht hat. Morgner, 1933 in Chemnitz geboren, 1990 in Ost-Berlin gestorben, hat den sozialistischen und den phantastischen Realismus miteinander versöhnt. Im kleinen Verbrecher Verlag sind nun ihre Erzählungen erschienen - Texte, die verstreut in Zeitungen veröffentlicht wurden und teilweise in die großen Romane "Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz " und "Amanda" eingingen: Auch die im selben Verlag neu aufgelegten "Wundersamen Reisen Gustavs des Weltfahrers" sind eine gute Gelegenheit, Morgner wiederzuentdecken.
Jörg Magenau / Das Magazin

Die beiden Bücher ("Erzählungen" und "Die wundersamen Reisen Gustavs des Weltfahrers") stellen Morgners Literatur in ihrer idealtypischen Mischung von fantastischen Elementen, Humor und feministischer Gesellschaftskritik vor und in diesem speziellen Tonfall, der so eigensinnig wie amüsant zu lesen ist. Die offizielle Diktion von einer prinzipiell etablierten Gleichberechtigung in der DDR führt Morgner in ihren Erzählungen schon durch einfachste Kniffe als bloße Propaganda vor, etwa durch Umkehrungen, wenn z. B. eine "Frauenbrigade im Espresso" einen Mann als bloßes Objekt behandelt.
Arno Raffeiner / Intro

Ein guter Einblick in das Schreiben und Denken von Irmtraud Morgner.
Taz