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Fast letzte Erzählungen
Von Peter O. Chotjewitz
224 Seiten
Broschiert
13,00 € (24,00 SFr) 
 
ISBN : 978-3-935843-84-3
Textprobe : Fast letzte Erzählungen
Seit 1986 hat die verehrte Leserschaft kein neues Buch mehr in Händen halten können, das Erzählungen von Peter O. Chotjewitz enthält. Dabei hat der Romancier und Novellist auch in den letzten zwanzig Jahren in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien der Öffentlichkeit einen reichhaltigen erzählerischen Korpus präsentiert, anderes ist vom Funk gesendet worden. Höchste Zeit also, die besten veröffentlichten und unveröffentlichten Texte der verflossenen Dezennien zu sammeln! In "Fast letzte Erzählungen" schildert der Autor die Folgen des Mauerfalls, schreibt über seine Freunde Andreas Baader, Nanni Balestrini und Günther Bruno Fuchs, über literarische Außenseiter und Fluxus, über Sinowjews Verhältnis zur Religion und über die verwirrte Tochter eines nationalsozialistischen Schädelforschers. Kurz: Über die bewohnte Welt und sein Sosein in selbiger.
 
Pressestimmen :
Die vier Bände „Fast letzte Erzählungen 1-4“ vereinen gewitzte Geschichten und unbestechliche Porträts. Sie tragen aber auch den Charakter einer Autobigrafie und geben damit Einblicke in eine sehr persönliche Schreibwerkstatt. Die insgesamt 2000 Seiten sind das Vermächtnis eines unabhängigen Geistes und glänzenden Stilisten – ein äußerst intelligentes Lesevergnügen.
Manfred Orlick / literaturkritik.de

Gedichte lesen sich anders, wenn sie wie von Günter Grass unter dem Titel "Letzte Tänze" veröffentlicht werden, und ein Roman erhält zusätzlich Gewicht, wenn er wie bei Walter Kempowski "Letzte Grüße" heißt. Nun legt Peter O. Chotjewitz, 1934 geboren, "Fast letzte Erzählungen" vor. Schlicht und endgültig wie ein Kondolenzbrief ist das Cover gestaltet, in Tiefblau mit weißer Schrift. Chotjewitz - nicht versöhnt, aber seit je irgendwie altersmilde - nimmt in diesen zwischen 1985 und 2006 entstandenen Erzählungen, Essays, Skizzen, Pamphleten und Statements tatsächlich Abschied: Es geht ums Sterben und Vermissen, um unerfüllte politische Hoffnungen und offene Rechnungen. Der engagierte Schriftsteller, Dario-Fo-Übersetzer und einstige Anwalt von Andreas Baader lässt noch einmal die schwankenden Gestalten antreten, die Desperados, Gammler und Hippies, die vergessenen Underground- Dichter und Fluxus-Avantgardisten, die sowjetische Nomenklatura oder auch einfach nur alte Saufkumpanen. Doch Chotjewitz schwelgt nie in seinen Erinnerungen. Kurz bevor er sentimental wird, beauftragt er seinen Trotz und seinen Witz, die Sache wieder in Ordnung zu bringen.
Daniel Völzke/Tagesspiegel