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Voodoo Stew
Von Darius James
Erzählungen und Interviews (deutsch/englisch) Übersetzt von Claudia Basrawi
(200 Seiten)
14,00 € (28,00 SFr) 
 
ISBN : 3-935843-15-1
Textprobe : Voodoo Stew
Darius James schreibt in diesem Buch über die Ursprünge der amerikanischen Popkultur. In seinen Geschichten und Interviews geht es um Unterdrückung und Selbstbewusstsein, es geht um Film und Musik, um Jazz und R'n'B, um Rezepte, Drogen, die USA und Europa, um Politik und um Sex und vor allem geht es um Voodoo. Ein Großteil der hier versammelten Storys und Aufsätze wird zum ersten Mal veröffentlicht.
 
Pressestimmen :
James bewegt sich innerhalb seiner Themen bewundernswert frei, seine Mischung aus persönlichen Erlebnissen, assoziativem Denken und intensiven Recherchen ist spannend und bringt immer Außergewöhnliches.
Franz Dobler / Süddeutsche Zeitung

Wenn Darius James über schwarze Musik, die Wurzeln der Sub- und Popkultur oder über sein Leben in Berlin schreibt, fehlt es ihm nicht an derben Worten und bizarren Geschichten. "Vodoo Stew" heißt das neue Werk des Blaxploitation-Spezialisten, der sich bislang als Journalist diesem schwarzen Actionkino der siebziger Jahre verschrieben hatte. Auch als Erzähler bleibt er seinem Sujet treu. Das Buch enthält sieben (Pulp-) Stories und Essays. Seine Sprache, deren Wortwitz oft nur in der englischen Version zu erkennen ist, variiert von schmeichelhaft-gewitzt bis brachial. Fesselnd sind die abstrusen Ideen und der Handlungsverlauf der Stories. So beschreibt er die europäische Sicht auf die amerikanische Kultur anhand eines Abends mit Godzilla-Videos und fällt am Ende ein vernichtendes Urteil: "Der Rest der Welt hält uns für blöd. Und wisst ihr was? Der Rest der Welt hat recht."
msch / Tagesspiegel

Buch der Saison.
Ingo Rüdiger / GIG

Ob er über den "Last American Nigger" schreibt, über Atlantic Records, Marc Brandenburg, Theresienstadt und Dreharbeiten in Prag mit Johnny Depp - sein Ton verbindet intelligentes Delirium mit echtem schwarzem Berliner Humor.
Konrad Heitkamp/ Die Zeit

Darius James Thema ist, grob gesagt, die afroamerikanische Popkultur und ihre Mythen. Sein Spektrum reicht vom radical chic der Black Panthers über Pam Griers Frisur bis hin zum zu frühen Tod von Jimi Hendrix. James ist nie bloß Beobachter, sondern Teilnehmender. Er bringt sich, ganz in der Tradition des new journalism, immer selbst ein in seine Storys. So erfährt man zum Beispiel in der Story "Ratgeber für den schwarzen Mann", dass James sich in seiner Jugendzeit von seiner Clique "Hell up in Harlem" nennen ließ und Zuhälter werden wollte. Ob das auch stimmt, ist zweitrangig. James versteht sich selbst als Trickster, also als ein Autor, der anderen gerne einmal einen Streich spielt - oder einen Bären aufbindet. Hauptsache, die Story ist gut. Darius James versucht erst gar nicht, kohärent zu erzählen, er vermeidet es geradezu. Seine Texte mäandern fröhlich vor sich hin und werden mit den unterschiedlichsten Stilmitteln zwischen ernsthaftem Journalismus mit intellektuellem Anstrich, Erzählerischem und, sagen wir: drogeninduziertem Delirieren vorangetrieben.
Andreas Hartmann / TAZ

"Voodoo Stew" bietet eine brillante Sammlung von überarbeiteten Essays und Stories. Darius James wühlt sich darin durch die Mythen schwarzer Popkultur und die Irrungen rassistischer Ikonografien in einer stilistischen Mischung aus ernsthaftem Journalismus und erzählerischen Fantasmen. Drogen, Sex, Gewalt, Rassismus, Film und Musik und jede Menge Voodoo-Zauber abseits klischeehafter Puppenspiele sind die Ingredienzien, aus denen der literarische Meisterkoch seine Version alter und neuer Geschichten zaubert. Etwa in einem ausschweifenden Interview mit seinem bekennenden Fan Johnny Depp und den Hughes-Brüdern bei den Dreharbeiten zu "From Hell", Reflexionen zu Pam Griers Frisur oder einem Text über Atlantic Records.
hauptstadt.at