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Subjekt (in) der Berliner Republik
Von initiative not a love song (Hg.)
Aufsätze

14,00 € (28,00 SFr) 
 
ISBN : 3-935843-31-3
Textprobe : Subjekt (in) der Berliner Republik
Was treibt Menschen zur Selbstaufgabe in der Irrationalität? "Die Fragen nach dem Subjekt und den Subjekten der 'Berliner Republik' fallen nicht in eins und lassen sich doch nicht trennen: Subjekt ist auch hier, in realer Verkehrung, das automatische, die einzelnen Subjekte sind nur als von der verselbständigten Struktur Mitgeschleifte." Der Band versammelt Aufsätze zur Aktualität des Freudschen Sexualitätsbegriffes, zu Sexualität und Geschlechterverhältnis im postfaschistischen Deutschland, zur kollektiven Schuldabwehr von 1945 bis heute, zur Wiederkehr des kolonialen Blickes unter umgekehrten Vorzeichen, zu Rassismus und Stereotypenbildung, zu der weiblichen Subjektwerdung im Spätkapitalismus, zum Arbeitssubjekt und seiner/ihrer Geschlechtlichkeit, zur Subjektivität behinderter Menschen und zu neueren Markterfolgen der Kulturindustrie. Sie sind allesamt z. T. aktualisierte Beiträge des Kongresses "Subjekt (in) der Berliner Republik", der im Sommer 2002 in Berlin stattfand.
Die initiative not a lovesong veröffentlichte bereits den Band "subjekt.gesellschaft. perspektiven kritischer psychologie" (Unrast 2001)
 
Pressestimmen :
Der Sammelband "Subjekt (in) der Berliner Republik" versucht in neun Aufsätzen einen panoramatischen und analytischen Überblick über die Entwicklung dieses deutschen Wandlungsprozesses zu geben. Die Beiträge entstanden anlässlich des gleichnamigen Berliner Kongresses im Sommer 2002. Sie wurden für die Veröffentlichung aktualisiert und befinden sich auf der Höhe des akademischen Forschungsstandes, behelligen den Leser jedoch keineswegs mit riesigen Fußnotengebirgen oder universitärem Fachjargon. [...] So erhellend die Beiträge des Bandes sind, so niederschmetternd stellt sich das Gesamtbild der derzeitigen Verfasstheit der bundesdeutschen Verhältnisse dar, die sie nachzeichnen. "Der Druck, unter dem die Menschen leben, ist derart angewachsen, daß sie ihn nicht ertrügen, wenn ihnen nicht die prekären Leistungen der Anpassung, die sie einmal vollbracht haben, immer aufs neue vorgemacht und in ihnen selber wiederholt würden", schreibt Adorno in seinem "Prolog zum Fernsehen". Diesen medialen Wiederholungszwang im Dienste der Zurichtung des Subjekts mittels Erlangung eines hellen Bewusstseins zu durchbrechen, bleibt die einzige Chance, sich noch so etwas wie eine letzte subjektive Freiheit zu bewahren. Der vorliegende Band leistet einen Beitrag dazu.
literaturkritik.de