Beruhend auf einer wahren Geschichte stellt die erfolgreiche Theaterautorin Nino Haratischwili in ihrem ersten Roman die Frage nach Authentizität. Das Buch »Die Eiszeit« von Jeanne Saré wird in den Siebziger Jahren ein großer Verkaufserfolg, vor allem in feministischen Kreisen. Das hasserfüllte Buch der jugendlichen Selbstmörderin Saré animiert mehrere Leserinnen zum Suizid. Nun, in der Jetztzeit, machen sich in Paris einige Menschen auf die Suche nach Saré. Was hat der Verleger des Buches, ein grantiger älterer Herr mit Saré zu tun? Warum gibt es keine Zeugnisse? Und wie konnte das Buch derart wirken? Nino Haratischwili beschreibt auf schwindelerregende Weise, welche Bedeutung Geschichten für das Leben haben können.
Der Debütroman "Juja" war für folgende Preise nominiert:
Longlist des Deutschen Buchpreises
aspekte-Literaturpreis (ZDF)
Klaus-Michael Kühne-Preise
Longlist Deutscher Buchpreis 2010
Nino Haratischwili erhält den Debütpreis des Buddenbrookhauses 2011 für ihren Roman „Juja“!
Die Preisverleihung findet am 18. November 2011 im Audienzsaal im Rathaus zu Lübeck statt.
In der Begründung der Jury heißt es:
»In ihrem Romandebüt gelingt es Nino Haratischwili, die Frage nach Authentizität und Autorschaft sowie nach der Bedeutung von Literatur für die individuelle Identität auf eine eigene und besondere Weise zu stellen.«
Leseprobe auf book2look.com
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"Juja" strahlt eine große Sehnsucht aus: nach Körperlichkeit, nach Zusammensein. Und wie die junge Autorin das Leiden des einen am anderen und aller an der Liebe zeigt, ist berührend.
Volker Sielaff / Tagesspiegel
Vor allem geht es um die große Kraft der Literatur. Es geht darum, was sie mit denen macht, die sie lesen: Wie sie ihnen Halt gibt, sie mitreißt, ihr Leben verändert. Es geht darum, was sie mit denen macht, die sie erschaffen: Wie sie sie erfüllt, sie auszehrt und in ihre Wirklichkeit eingreift.
Die Zeit
Haratischwili findet in ihrem Buch eine starke, poetische Sprache. Und sie traut sich: Die Liebe und der Schmerz, den sie verursacht, sind groß; die Trauer über die Verluste ist verschlingend - aber eben nicht: tödlich.
Rheinischer Merkur
"Juja" ist ein spannendes Spiel mit Sprache und Wahrheit, das sich nur langsam, aber dafür gewaltig zu einem großen Ganzen fügt.
Radio Fritz |