Zur Flaschenpost, zur unverhofften Botschaft mit rätselhaftem Absender, werden diese Gedicht vor allem dann, wenn das Ich gerade nicht allein ist mit sich selbst und dem Du des Geliebten, wenn sich in seinen Versen die äußere Welt abzeichnet, von der es umgeben ist, die Gestalten der Einbildungskraft, mit denen es verkehrt. Die Figuren der Oper und des Balletts, der Trompeter Ludwig Güttler, die Komponisten Puccini und Chopin, Käthe Kollwitz kurz vor ihrem Tod im April 1945 bei Dresden, Bertolt Brecht und Helene Weigel in ihren Gräbern, der Dichter Peter Huchel, sie alle gehen in mit markanten Zügen in diese Flaschenpost ein, weil sie dem Ich dabei helfen, von sich abzusehn.
Lothar Müller / Süddeutsche Zeitung
Das Episodische mochte Charlotte Grasnick nicht, dafür strich sie das Subjektive heraus. Nichts klingt profan, aber auch nichts pathetisch. Sie war strikt in der Selbstbefragung.
Ingeborg Ruthe / Berliner Zeitung
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