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Bitte nicht freundlich
Von Sarah Schmidt
160 Seiten
Broschur
12,00 € (0,00 SFr) 
 
ISBN : 978-3-940426-61-1
Textprobe : Bitte nicht freundlich
"Bis vor kurzem, als hier noch nicht diese widerliche und verlogene Freundlichkeit vorherrschte, war das Schönste im Berliner Alltag die Herausforderung: Wer ist fieser? Der Verkäufer oder der Kunde? Das war spannender und fairer Wettkampf und glücklich war ich, wenn beispielsweise der Busfahrer beim Fahrscheinverkauf aus Versehen ein bisschen netter war als ich und darum verloren hatte. Die Anerkennung, die dann aus seinen Augen blitzte, dieses ›Respekt, junge Frau!‹, machte mich glücklich. "

Der Tabakhändler wird von Videokameras auf Freundlichkeit getrimmt, im Bus beschimpfen sich Jugendliche, wie verflucht man Nichtraucher, wie verhält man sich, wenn man mit der eigenen Zukunft telefoniert, wie begegnet man Friedrich Merz, wer rettet die Kartoffel Linda? Sarah Schmidt erhellt unseren Alltag und seinen Wahnsinn!
 
Pressestimmen :
Wer sich einmal über Alltagsbefindlichkeiten, wie das Rauchverbot in Kneipen, die Herren von der GEZ oder die nicht-Dienstleistungen des Dienstleistungsunternehmen Deutsche Post informiert und das in erquicklicher Weise, der sollte die Geschichten von Sarah Schmidt lesen.
radioeins - rbb

Knackige Geschichten für immer mal: Beobachtungen aus Sarah Schmidts (nicht nur Berliner) Leben. Rauchverbot, sperrige Omas, toughe Großstadtmädchen, GEZ-Männer, Einbrecherschutz und Dienstleisungswüste Deutsche Post. Auf den Punkt, witzig und sehr zu empfehlen!
Radio Fritz - rbb

Sarah Schmidt ist in Kreuzberg groß geworden – aus der jungen Ausreißerin wurde ein Star der Berliner Lesebühnen. Ihre Geschichten handeln von Punks, Psychoten, Spießern und Dauertrommlern....
Ulf Lippitz / Der Tagesspiegel

Erfahrene Zuhörer kennen Sarah Schmidt von der "Reformbühne Heim & Welt" oder dem "Frühschoppen", wo sie seit 1995 von der Quotenfrau zur Grand Dame der Lesebühnen reifte.
Aus harmlosen Beobachtungen des Alltags werden bei Schmidt boshafte Geschichten, wie die über "widerliche und verlogene" Freundlichkeitsoffensiven, die den gelernten Berlinern aller Herausforderungen berauben.
Das liest sich wunderbar weg und bleibt immer charmant boshaft, echt berlinerisch eben.
Michael Pöppl / Zitty

Genauso wie dem Verbrecher Verlag geht es Sarah Schmidt (...) um den wirklichen Berliner Kult, nicht um das, was der Prenzlauer Berg-Clan oder in den letzten Jahren auch die hippen Einwanderer am Kreuzberg und in Neukölln daraus machen. Man wird mitgenommen auf die Suche nach der kalten Schnauze Berlins (...). Und in diesem sehr nüchternen und ehrlichen Betrachten, zeigt Sarah Schmidt wunderbar die Seele Berlins auf.
Kathrin Kuna / DUM - DAS ULTIMATIVE MAGAZIN