Winter 1986/87. Zwei Kreuzbergerinnen, allein erziehende Mütter, jung, abenteuerlustig, wollen dem Kiez entfliehen - die Kinder kranken an Pseudo-Krupp, die Stadt stinkt nach Kohleöfen. Mit einigen Tricks und etwas Betrug schaffen sie es, sich ein paar Tage auf Mallorca zu finanzieren. Doch außerhalb der Saison ist die Insel sterbenslangweilig, die Kinder brauchen Aufmerksamkeit, die Mütter jedoch ebenso. Schließlich lernen sie einen Hotelgast kennen...
Die Struktur eines klassischen Urlaubsromanes erlaubt es Sarah Schmidt nicht nur den Alltag alleinerziehender Mütter minutiös zu beschreiben, sondern auch auf das Grauen zu verweisen, das hinter dem lauen Alltag und den kühnen Träumen lauert.
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Ganz zauberhafter Debütroman.
Michael Saager / Intro
Einzelne Beschreibungen sind wundervoll, selten so guten Sex gelesen. (...) Die Autorin steht hundertprozentig hinter ihren beiden Hauptfiguren, und das trägt die Geschichte. Man lernt als Leser zwei Frauen kennen, mit denen man gerne befreundet wäre.
Katrin Schings / Berliner Zeitung
Sarah Schmidt schafft es, die beiden Frauen, ihre Macken, Sorgen und Wünsche wunderbar plastisch darzustellen, ohne zu langweilen und dabei gleichzeitig eine sehr authentische Kreuzberggesellschaft zu beschreiben, die sich von dem fast zwanzig Jahre älterem Heute nicht weit entfernt zu befinden scheint. Trotz der - oder gerade durch die teils schonungslose Offenlegung des Alltags und der Handlungsmotivation der Akteure baut sich eine sympathische Bezugnahme auf, die man inzwischen viel zu selten literarisch umgesetzt findet. Vieles kennt man von Freunden, von früher und von sich selbst, ohne durch gängige Klischees angeödet zu sein. Kurz bevor alles in eine seichte, emotional motivierte Erzählungsstruktur mit offensichtlichem Ausgang abzugleiten droht, kippt die ganze Geschichte noch in eine andere Richtung. Das Ergebnis könnte im persönlichen Kontext der Figuren zu pathetisch wirken, stülpt dem gesamten Buch letztendlich aber eine überraschende nüchtern soziale Thematik über, die rückblickend alles vorher Erzählte nur als Konstrukt benutzt. Schlicht, aber im Detail hervorragend umgekrempelt. Danke dafür, Frau Schmidt!
Sandra Sydow / de:bug
Mal ein etwas anderer Urlaubsroman, der atmosphärisch dicht fast minutiös den Alltag alleinerziehender Mütter beschreibt. Die quälende Langeweile und das Gefühl zu vieler unerfüllter Träume der beiden Protagonistinnen wird so anschaulich geschildert, dass die Leserin nicht anders kann, als auf das in diesem Fall wirklich dicke Ende zu warten. Nur bei schönem Wetter lesen - dann aber mit Genuss!
lespress
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