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| Bondage trop tope mit Maximilian Hecker am Hackmarkt |
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| TafelMuzak Nº 002 von Leonhard Lorek | |
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Asterix: letzte Seite. Letztes Bild. Schweinebraten und Cervisia. Gallierinnen und Gallier und ihre Gäste beim Prassen. Rechts im Bild: Der Barde. Gefesselt und geknebelt am Baum, etwa 50 v. Chr. Und genau 2001 n. Chr. das Ganze noch mal: Um die Mittagszeit in Berlin. Le Buffet am Hackmarkt.Draußen, rechts im Bild: Die TramHaltestelle. Drinnen: Leute, die mit Messer und Gabel essen konnten. Darunter drei Gallierinnen. Proteine, Kalorien, Mineralien, Schweinebraten und Cervisia. Und draußen, an der Haltestelle: Maximilian Hecker, mit Saiteninstrument. „Schaut mal: Maximilion ´ecker“ raunt eine der Gallierinnen und liest was aus dem aufgeschlagenen Stadtmagazin vor: „Maximilion ´ecker ist der, der fast täglisch mit Guitarre und Verschtärker am ´ackeschen Markt steht. Er ´at sisch vorgenommen so lange dazuste´en, bis er auch etwas vom Kuchen abbekommen ´at.“ „Kuchen? Schwein´braten, ma chère.“ wirft die Andere ein. „Seine Zielgruppe beschreibt der blasse schmächtige Künstler als gutausse´ende, ca. sse´n Jahre ältere Frauen, bei denen er direkt in jene brüschige Graussone sswischen Muttergefü´len und tumber Geil´eit trifft.“ Die Dritte nickt und nippt an der Cervisia. Draußen steigen Tauben auf. Dutzende erschreckter Tiere flattern gen Himmel. Denn es hebt ein Wimmern an. Ein lautes Wimmern und Wehklagen, wie aus längst vergangner Zeit: „Mother hold me, hold me tight. Today I will kill my self.“ Maximilian Hecker, 2001 n. Chr. Die Gabel zwischen die Lippen gepresst starrt die Erste, grauhaarige, in die Runde. Die Dritte röchelt. Eine Liebesperle fällt in ihre Cervisia hinein. Das spritzt. Und dann die nächste, in die Bratensoße. Blau. Es spritzt. Und die nächste. Und wieder eine. „I can feel you. I can see you. I can leave you.“ Es hagelt. Liebesperlen, von oben. Rote. Und weiße. Gelbe. Blaue. Grüne. „Feel my heard is breaking. Walking in the sunshine.“ Die Liebesperlen prasseln jetzt nur so herunter. Das Zeug ploppert übern Fußboden, über die Tischplatten, zerläuft auf dem Schweinebraten und in der Cervisia. „Walking in the rain. Walking in the sunshine. It´s so cold.“ Es prasselt und prasselt. Die Erste stupst ihren Dutt zurecht „Graussone ´at er gesagt“. „Mon dieu, wie auf die Dorf bei uns.“ seufzt die Zweite, die Hand an der Schläfe, und bedeutet der Dritten mit einem Blick: „Donne-lui le feu rouge, tout de suite.“ „Bondage trop tope, an die Ampel, dort?“, die Dritte lächelt. Und schreitet. Sie schreitet durch das knöchelhoch aufgeploppte Granulat auf den Hackmarkt hinaus, auf die Haltestelle zu. „I´m using hearts. I´m loosing hearts.“ Am Hackmarkt gibt es keine Bäume. Aber Ampeln. Und Gallierinnen. Sehr tapfere, sensible Gallierinnen, 2001 n. Chr. |
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| Künstler: Maximilian Hecker |
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| Album: Infinite Love Songs | |
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| Label: Kitty-Yo |
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| Vertrieb: EFA | |
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