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| Die Addition der Differenzen | |
| Von Uwe Warnke Ingeborg Quaas | |
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| Aus dem Vorwort von Uwe Warnke Die Begeisterung und die erzeugte Spannung beim Wiederlesen von Texten aus den 80er Jahren waren sofort wieder da. Eine gute Voraussetzung, um an die Arbeit zu gehen. 20 Jahre sind keine Zeitspanne, um endgültig eine künstlerische Bewegung historisch-kritisch einzuschätzen und gegebenenfalls zu kanonisieren. Das machen sowieso andere und die verfolgen dabei auch noch bestimmte Interessen. Für uns ist es das Unbequeme, das Schwierige, gelegentlich auch das Launige, das zum Nachdenken anregt oder zum Widerspruch reizt. Die Freude am Wortgang, an der Wortarbeit, am Finden und Erfinden und das Erfüllen einer Zeitgenossenschaft sind es, die letztendlich klarmachen, das hat mit mir, mit uns zu tun. Vielleicht wollten wir ja auch nur noch einmal so ein Gefühl unausgesprochener Nähe herstellen. Genau die, in der wir uns seinerzeit wohl fühlten. Oder auch nur nachspüren, was davon noch da ist. Zahlreiche Reaktionen während unserer Arbeit zeigen auch, wie sehr wir ihr auf den Leim gegangen sind. Und dennoch, wir wagen die These, dass ein ganz wesentliches Unterscheidungsmerkmal des hier zu Begutachtenden im letzten DDR-Jahrzehnt Ostberlins eben das Gemeinsame, die Gruppe, gemeinhin die »Szene« war; jene, die immer Erwartungen weckt und gerade deshalb immer wieder enttäuschen muss. Beides ist bis heute einfach nicht rauszukriegen. Schon damals im Inneren ausgesprochen ausdifferenziert und heterogen, wirkte sie von außen wie ein geschlossener Block. Hinzu kam noch ihr als sehr ernst wahrgenommener künstlerischer Ausdruck, der sicherlich der Situation angemessen, aber auch das Ergebnis jener war, die hier die Diskurse anführten.... Inhalt Vorworte I Literatur Bert Papenfuß: Entliebung Elke Erb: Nachbemerkung Peter Geist: Die Lyrik der nichtoffiziellen Literaturszene Jan Faktor: wir brauchen eine neue lyrik Mitch Cohen: Blick von außen Ingeborg Quaas: Mit Jandl im Untergrund Eberhard Häfner: Konspiration III Johannes Jansen: Was soll der Zauber zur Zeit Werner Grunwald: Zerinnerung Uwe Schoor: 1984 – Der Untergrund tagt im Hinterhof Uwe Warnke: Visuelle Poesie, nahe liegend Peter Böthig: Wort + Werk (Juni 1986) Peter Böthig: Flanzendörfer: leib eigen & fremd Uwe Warnke: Entwerter-Material Henryk Gericke: TOD FREI! Andreas Koziol: Die »ariadnefabrik« Andreas Koziol: Die »verwendung« Asteris Kutulas: »Bizarre Städte« reloaded Uwe Warnke: Medea OST und West Tilo Köhler: Außer der Reihe Andreas Koziol: Kritisches zur Geschichte des Druckhauses Galrev Peter Wawerzinek: männer haben durst Harald Hauswald: Sex und Saufen Annett Gröschner: Acker mit Damen Uwe Kolbe: Was ihr wollt! Was wollen wir denn? Thorsten Ahrend: Für Adolf Endler am 07.08.2009 II Kunst Jörg Sperling: Die 80er in meinem Rückspiegel Gerrit Gohlke: Ein Interview mit Christoph Tannert Gerhard Wolf: Selbstbewusstsein im Malstrom subversiver Bilder Thomas Günther: Mit Andy in der Erich-Weinert-Straße Lutz Wohlrab: Mail-Artisten am Prenzlauer Berg III Fotografie Wolfgang Kil: Kämpfer – Träumer – Bleierne Zeit Enno Kaufhold: Fotografie als subversives Medium IV Film Claus Löser: Medien im Interim V Rock Ronald Galenza: Diese Situation war nicht tanzbar Robert Mießner: Das Ende der Larmoyanz Bio-Bibliographien Autoren-Biographien |
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