Verbrecher Verlag

Startseite

Verlagsprogramm
(mit Bestellfunktion)


Belletristik

Sachbuch/Politik

Stadtbücher

Kunst/Comic

Schnäppchen

Vorschau/Vorbestellen

T-Shirts

CD / DVD

Warenkorb

vergriffene Titel

Verbrecherversammlungen

Lesungen

Textarchiv

AutorInnen

Newsletter

Tafelmuzak

Links

Kontakt

Das aktuelle Programm
zum Download


Der gute Iran?
Von Verbrecher Verlag
 
Der gute Iran?
Erklärung zum ersten Jahrestag der gefälschten Wahl im Iran

Heute vor einem Jahr, am 12. Juni 2009, fanden in Iran Wahlen statt, die man nur als Farce bezeichnen kann. Denn die Regierung hat sich, obschon offensichtlich abgewählt wurde und sogar massive Wahlfälschungen einräumen musste, trotz dieser Wahlfälschungen zum Wahlsieger erklärt.
Daraufhin gingen die Anhänger der Opposition – die unbedingt nicht alle die Kandidaten der Opposition unterstützt haben – auf die Straße und protestierten – unter Lebensgefahr! Sie fragten nach dem Verbleib, ja, nach dem Wert ihrer Stimmen!
Die westlichen Medien berichteten damals freundlich-herablassend über diese Proteste, als vierte Gewalt begreifen sie sich schon lang nicht mehr. Dennoch waren sie sogar, als Neda Agha-Soltan von einem Mitglied der Revolutionsgarden oder eines anderen bewaffneten Armen des Regimes auf der Straße erschossen wurde, kurzzeitig allesamt „Neda“ – allerdings so wie nun alle „Lena“ sind.
Doch bald gingen die Medien und die westlichen Staaten zur Tagesordnung über und ließ den Iran Iran sein. Die Opposition war jenen, die sich sonst so schnell solidarisch mit allem und jeder und jedem erklären, plötzlich egal. Der iranische Präsident Ahmadinedschad konnte die vielen Opfer der Demokratiebewegung, die noch immer in den Gefängnissen sitzen, wenn sie nicht ermordet wurden, verhöhnen und blieb dennoch ein für viele westliche Firmen und Politiker hochgeachteter Verhandlungspartner.
Ja, mehr noch: die Sanktionen gegen Iran, die der UN-Sicherheitsrat in dieser Woche verabschiedet hat, werden von den westlichen Medien sogar kritisiert, die militärischen Übergriffe der Iranischen Armee im kurdischen Teil des Iraks schließlich werden nur am Rande erwähnt. Es scheint, als habe sich der Westen gegen die Opposition im Iran verschworen. Es scheint, als paktiere er heimlich mit den Revolutionsführern, der Revolution einzig darin besteht, die eigene Bevölkerung im Namen Allahs und zugunsten des eigenen Kontos zu knechten! Es sieht also sogar schlimmer aus, als in dem Buch „Verratene Freiheit - Der Aufstand im Iran und die Antwort des Westens“, das vor kurzem in unserem Verlag erschienen ist (http://www.verbrecherverlag.de/buch.php?id=465), beschrieben: der Westen gibt die Freiheit preis, in heimlicher Bewunderung für Diktatoren, die „mit starker Hand“ regieren, für ein paar Petrodollar und natürlich um des lieben falschen Friedens willen.
Doch diese Peacekeeper sprechen nicht für uns! Und beharren weiterhin darauf, dass der Iran befreit werden mag! Mit der Opposition gegen das Mullahregime! Mit der Freiheit gegen die Unterdrückung! Für einen säkularen Iran!

Berlin, 12. Juni 2010
Verbrecher Verlag