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Verbrecherversammlungen
Alle Verbrecherversammlungen finden im "Monarch" statt.
Skalitzerstr. 134. 10999 Berlin
Beginn: 20.30 Uhr. Eintrittspreis: 4 € (in der Regel)

Wenn man regelmäßig über die Verbrecherversammlungen informiert werden will, sollte man sich in unseren Newsletter eintragen.

Auch an anderen Orten in Berlin wird gelesen, allerdings nicht unter dem Label „Verbrecherversammlung“.

Die Termine hierfür findet man hier.
 
09.02.2010
Buchvorstellung
Milo Rau
Milo Rau stellt vor: Die letzten Tage der Ceausescus

Die Bilder der Aburteilung und Hinrichtung der Ceausescus am 25. Dezember 1989 gruben sich als düsteres Negativ der samtenen Revolutionen tief ins kollektive Unbewusste mehrerer Generationen westlicher Fernsehzuschauer. Das International Institute of Political Murder – IIPM nahm dieses Ereignis zum Anlass umfangreicher Recherchen vor Ort. Die mit dem General, der die Ceausescus verriet, dem Soldaten, der sie erschoss und vielen weiteren Zeitzeugen geführten Gespräche ergeben ein Panorama des Untergangs eines der zugleich absurdesten und totalitärsten Regimes der Weltgeschichte. Die daraus entstandene Re-Inszenierung dieses letzten europäischen Schauprozesses wurde im Rahmen der rumänischen Voraufführungen kontrovers diskutiert. „Die letzten Tage der Ceausescus“ versammelt neben dem Prozesstransskript und den Gesprächsprotokollen zur rumänischen Revolution eine Fülle an Dokumenten aus Recherche und Inszenierung.

Der Herausgeber Milo Rau stellt den Band vor.
 


16.02.2010
Lesung
Leonhard Lorek
Leonhard Lorek liest: daneben liegen

Leonhard Loreks Gedichte und poetische Prosatexte zeichnet eine „klare, knappe Sprache“ (Berliner Zeitung) aus, die den Leserinnen und Lesern mitunter den Boden unter den Füßen wegreißt. Lorek kann ganz ohne Wortgeklingel die Weltwahrnehmung erschüttern. Und treffen: „Gedichte sind ein brauchbares Mittel, jedwedem Seelenelend beizukommen. Sie helfen einem, sich selbst zu ertappen, Unausweichlichem den Status der Konsequenz zuzugestehen, sich zu verhalten. Gute Gedichte sind wie gute Therapeutinnen, Analytiker; was sie von diesen unterscheidet, ist zweierlei: Zum einen tritt ihr Unterhaltungsfaktor anders in Kraft und zum anderen sind sie unbezahlbar.“

Leonhard Lorek lebt und arbeitet als Autor, Musikjournalist und Musiker in Berlin. Er veröffentlichte Erzählungen, Gedichte und Essays in zahlreichen Literaturzeitschriften und Anthologien. 1958 in Zabrze, Polen, geboren, gehörte Leonhard Lorek in den 80ern zu den wichtigsten Exponenten der Dichterszene vom Prenzlauer Berg. Sein aktuelles musikalisches Projekt „Mendelsson“ betreibt er gemeinsam mit Norbert Grandl, Sandro Chiesura und Evgenij Dvorkin. Zu den musikalischen Veröffentlichungen gehören u.a. Michael Dubach/Nino Sandow/Max Goldt: „Musik wird niemals langsam“; Dubach Deut: „Brauchen“ und Mendelsson: „White Canary“ und „31.“.

 


23.02.2010
Lesung
Sarah Schmidt
Sarah Schmidt liest den Frühling herbei

Sarah Schmidt schaut endlich wieder in der Verbrecherversammlung vorbei! Und wird uns den Frühling herbeilesen. Was sollen wir sagen? Lassen wir doch die Medien lobhudeln: Radio Fritz etwa meinte über Sarah Schmidts zweites Buch, „Bad Dates„: In den hier versammelten Geschichten voller abstruser Leute geht es um die zweite große Liebe, schlechten Sex, das Leben halt. Und so ist es immer bei Sarah Schmidt Storys in ‚Bad Dates’ dauernd, da scheint die Peinlichkeit gerade ihren absoluten Höhepunkt erreicht zu haben und man will die sich fremdschämende zusammengeknitschte Gesichtmuskulatur schon wieder entspannen – da setzt Frau Schmidt nochmal einen drauf und man kann sich nur noch schütteln – dann aber auch: Vor Lachen!“ Und darum wird es gehen: um die zweite große Liebe, schlechten Sex, das Leben halt. Und das Lachen!