Klaus Wildenhahn

 

Klaus Wildenhahn wurde 1930 in Bonn geboren. Er gilt aufgrund seiner Lehr-, Jury- und Redaktionstätigkeit und selbstverständlich wegen seines filmischen Werkes als einer der einflussreichsten deutschen Dokumentarfilmregisseure des 20. Jahrhunderts.

Er brachte die Idee des Direct Cinema nach Deutschland und drehte diverse Dokumentarfilme, etwa „Heiligabend auf St. Pauli“ (1967/68), „Harlem Theater“ (1968), „Was tun Pina Bausch und ihre Tänzer in Wuppertal?“ (1982), „Rheinhausen, Herbst ’88“ (1989) oder „Reise nach Ostende“ (1989).

Sein zweiteiliges Werk „Ein Film für West-Berliner Zeitungsleser und Journalisten – Der Tagesspiegel“ wurde 1970/71 realisiert, der zweite Teil wurde aufgrund eines Einspruchs des damaligen Verlegers nicht gesendet und schließlich zerstört.

Er veröffentlichte auch diverse Bücher, unter anderem: „Über synthetischen und dokumentarischen Film.“ (1975) und „Eine Reise in die Legende und zurück“ (1977).

Wildenhahn gehörte wiederholt der Programmkommission der Duisburger Filmwoche an. 1998 gründete er mit anderen Filmerinnen und Filmern die Filmwerkstatt Dokumentarisch Arbeiten.

Er wurde mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold 1976 für „Emden geht nach USA“ und mit dem Preis für sein Gesamtwerk beim Mille Occhi Filmfest 2011 in Triest. Seit 1993 war er Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

Im Verbrecher Verlag erschien 2015, zu seinem 85. Geburtstag, das Buch „Abendbier in flacher Gegend“ mit eher lyrischen Texten.

Klaus Wildenhahn starb am 9. August 2018.

 

Im Verbrecher Verlag erschienen:

Abendbier in flacher Gegend