Testsiegerstraße

Testsiegerstraße

Markus Binder
144 Seiten, short + very short stories, 2. Auflage
Preis: 15,00 €
ISBN: 9783935843430


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Markus Binder schreibt kurze Betrachtungen, bietet Blitzlichter des Alltags, berichtet von einer Asienreise mit seiner Kultband Attwenger, findet Zitate, schaut einfach auf die Straße und präsentiert immer wieder einen Blick, den man nicht kannte. Dabei mischt sich Dialekt mit technisierter Sprache.

„hätte heute vor 65 millionen jahren dieser meteorit die erde nicht getroffen, es gäbe menschen gar nicht, häuser, brücken, bikinis, und keinem würden wir fehlen oder habt ihr schon jemanden entdeckt, dem wir fehlen würden, raumsonden, ha, habt ihr.“

 

INHALT:

zitate – prolog

short stories pt. 1

sheriff, bitteschön, kleben, lieber schwan, trocken, hafen, milchpulver, reifen, weiterschwimmen, obstsalat, handy, abgeschleppt, scheise, durchsetzung, schmerzlos, gewesen, tekno, die meisten sachen, ende des blödelns, rest

very short stories  

wichtig, gegenüber, milliarden, wind, return, luster, rüge, zuh, schatten, anschlüsse, aussicht, huhn, keinkrieg wo, stumme, mischen, husch, teile/einzeln

attwenger in asien

kuala lumpur, sibirien, saigon, lahore, taxisurfen in cannes, im zug aus n.y.c.

short stories pt. 2

testsiegerstrasse, bumm, urassen, schuss im bad, zone.kino.holomole, stadt. land.horizont

 

Von Cormac Mc Carthy über Karl Marx und Terry Eagleton bis zu Immanuel Wallerstein und Elfriede Jelinek ist bei den frei assoziativ vorwärts tastenden Zitaten alles dabei. [...] Die abgründige, philosophische Lakonik, die man an Attwenger immer so mochte, die wartet auf jeden Fall hinter jedem der vielen unerwarteten Winkel und Mauervorsprünge.
Sonja Eismann / Intro

Ausschweifungen, die sich in ihrer verknappten und prägnanten Sprache auf charmante Weise wiederholt als Widerhaken in des Lesers Wahrnehmung klammern. Markus Binder schrieb ein Buch, über das Ernst Happel gesagt hätte: „Das Ganze ist watscheneinfach, nur begreifen muss mans.“
Wiener

Neben den literarischen Texten, die sprunghaft wechselnden Momentaufnahmen verpflichtet vor allem von Binders spezifischer Sprachstilistik leben, sind es nicht zuletzt die Erlebnisberichte von den Auslandskonzerten mit Attwenger, die für eine kurzweilige Lektüre sorgen: Immerhin erfahren wir hier nicht nur, dass ein Entertainer aus dem Tirolerischen in Cannes unter Alkoholeinfluss die neue Trendsportart „Taxi Surfen“ erfand, dass in Malaysia die Todesstrafe auf Drogenmissbrauch steht, oder dass Attwenger im Sham-Alam-Stadion in Kuala Lumpur, das 50 000 Menschen Platz bietet, vor 200 Leuten gespielt haben. Sondern auch, einmal mehr und endgültig, dass es Markus Binder die Sprache angetan hat. Ob mit oder ohne Musik: Wir rezipieren sie gerne.
Andreas Rauschal / FM 5