Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß

Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß

Manja Präkels
Roman, Hardcover, 232 Seiten
Preis: 20,00 €
ISBN: 9783957322722


In den Warenkorb »

Auch als E-Book in allen einschlägigen Stores erhältlich (Epub / Mobipocket, 11,99 €).

 

Landleben zwischen Lethargie und Lebenslust. Mimi und Oliver sind Nachbarskinder und Angelfreunde in einer kleinen Stadt an der Havel. Sie spielen Fußball miteinander, leisten den Pionierschwur und berauschen sich auf Familienfesten heimlich mit den Schnapskirschen der Eltern. Mit dem Mauerfall zerbricht auch ihre Freundschaft. Mimi sieht sich als der letzte Pionier – Timur ohne Trupp.
Oliver wird unter dem Kampfnamen Hitler zu einem der Anführer marodierender Jugendbanden. In Windeseile bringen seine Leute Straßen und Plätze unter ihre Kontrolle. Dann eskaliert die Situation vollends …

Manja Präkels erzählt in ihrem Debütroman vom Verschwinden der DDR in einem brandenburgischen Kleinstadtidyll, dem Auftauchen verloren geglaubter Gespenster, von Freundschaft und Wut.

 

Manja Präkels wurde für dieses Buch mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium 2018 und dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 ausgezeichnet.

Zudem erhält die Autorin für dieses Buch den Anna-Seghers-Preis 2018.

 

All dies gelingt ihr mit einer mal sachlichen, mal poetischen Sprache, die den Lesern Mimis Kindheitserinnerungen ebenso anschaulich vor Augen führt wie die zunehmende Beklemmung und Angst angesichts rechter Gewaltexzesse. Dieser Roman über das Jungsein in einem sich verändernden Land schließt eine Lücke im literarischen Schreiben über die Wiedervereinigung Deutschlands.

Jurybegründung zur Nominierung zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2018

 

Präkels beschreibt mit zunächst lakonischen, dann zunehmend düsteren Worten die Atmosphäre "zwischen Euphorie und Niedertracht" in einer Zeit, in der der Schritt vom kollektiven Glückstaumel über die neuen Westklamotten hin zu einem sich in Hass und Brutalität entladenen Nationalismus nur all zu klein war. [...] Verstörend – und sehr gelungen.

Jana Sotzko / Missy Magazine

 

Eine Geschichte aus der brandenburgischen Provinz, mit Horrormomenten, von den Wendejahren bis in die Jetztzeit. Manja Präkels hat das meiste in den Neunzigern selbst so erlebt, in Zehdenick im Landkreis Oberhavel, eine gute Stunde von Berlin entfernt. Im Buch ist es verdichtet und zugespitzt, aber wahr. Die besonders verstörenden Geschichten habe sie ausgelassen, sagt die Autorin. Weil ihr dafür die Sprache fehle.

Anna Fastabend / Süddeutsche Zeitung

 

Das Buch "Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß" ist keine Abrechnung. Es ist eine hautnahe, erschütternde Schilderung aus dem Leben in der ostdeutschen Provinz.

Christine Deggau / rbb

 

Einige Passagen, gleichermaßen präzise wie poetisch, wirken wie Tagebucheinträge, andere könnten Reportagen sein […] Präkels erzählt eine wahre, traurige Geschichte. 

Christian Schröder / Tagesspiegel


"Ich habe manchmal ein bisschen Angst" Manja Präkels im Gespräch mit Andrea Gerk

Deutschlandfunk

 

Manja Präkels, 1974 geboren, berichtet lakonisch und detailreich vom Heranwachsen in einem System, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist und in dem irgendwann andere kommen, Nazis. 

Jochen Overbeck / Musikexpress

 

Ein beeindruckendes Debüt! 

Erhard Schütz / Das Magazin

 

Das Buch der Stunde

Nadine Kreuzahler / rbb Inforadio

 

Je näher Präkels auf diesen zentralen Konflikt zusteuert, je mehr sie die ständige Bedrohung im Alltag schildert, desto mehr sprachliche Wucht erreicht sie. [...] Sowieso findet Präkels für das Leben in der Provinz einfache, treffende Worte. [...] "Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß" [entwickelt] einen beeindruckenden Sog, der einen oft tiefer ins Brandenburg der Nachwendezeit versetzt, als einem das lieb ist.

Jens Uthoff / taz

 

Das Buch ist auch ein Gegenpol zum Reportagenoman „Deutschboden“ von Moritz von Uslar, der vor sieben Jahren erschien. [...] Ihr Buch erzählt mit Kraft, doch ohne Furor die Sicht der Gegenseite. Es ist spannend. Sprachlich klar. Und öffnet die Augen.

Lars Grote / Märkische Allgemeine Zeitung

 

Dabei besticht der Roman bei allem Grauen mit Witz und Lebensbejahung. 

Manuela Kalbermatten / Neue Zürcher Zeitung

 

Manja Präkels’ Debüt Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß ist ein Roman, der von der Vergangenheit erzählt. Und dabei in unsere Gegenwart führt. Denn er zeigt, wie aus Kindern der DDR ganz verschiedene Menschen wurden.

Ralf Klausnitzer / der Freitag

 

Mimi gelingt es zwar, sich von der Havelstadt zu lösen, sie findet auch eine Anstellung als Journalistin, aber ihre Recherche endet nie. Manja Präkels erzählt von Menschen, die ihren sicheren Hafen verloren haben.

David Blum / junge Welt

 

Eine ehrliche, zärtliche, böse, komische, in weiten Teilen authentische Geschichte.

Helmut Kuhn / Berliner Kurier 

 

Sehr dicht geschrieben Szenen. 

Annett Gröschner / Radio Eins

 

Wie Manja Präkels das erzählt wird das alles auch quasi nach-erlebbar für Leute, die weder die DDR noch ihren Untergang noch die Zeit danach erlebt haben, diese wilde Zeit, sei es aus geographischen aus Altersgründen. Ganz starkes Buch, kann ich sehr empfehlen.

Monika Burghard / radioBERLIN 88,8

 

"Als ich mit Hitler Schnapskirschen" aß ist ein bewegendes Buch, das spürbar macht, wie wichtig es ist, Haltung zu zeigen.

Andrea Gerk / NDR

 

Eine mutige Autorin, stark, mit klarer Haltung.

Juliane Bergmann / NDR (Grenzenlose Kunst. Biographien 30 Jahre nach dem Mauerfall)

 

"Meine Generation ist zu still" 

Interview mit Manja Präkels in der Frankfurter Rundschau

 

Manja Präkels erfasst die verstörende Brutalität mit sprachlicher Schärfe. An den kurzen Sätzen ist kein Wort zu viel aber auch kein Wort zu wenig.

Clemens Hoffmann / SWR2

 

Es gibt herrliche Episoden in diesem Buch.

Märkische Oderzeitung

 

Die sehr sachliche, oft extrem verknappte Erzählweise ist aber ungemein wirkungsvoll. Sozusagen an den Rändern der Berichterstattung blitzt all das hervor, was nicht explizit ausgesprochen wird: das Komische wie das Tragische, die guten und die schlimmen, die großen und die kleinen Gefühle. Und so ganz nebenbei packt sie einen beim Lesen fest am Nacken, die Havelstädter Kleinstadtchronik.

Katharina Granzin / fluter.

 

Manja Präkels bei Radio Bremen "Zwei nach eins"

 

Die Reaktionen auf das Zerbrechen des gewohnten Umfelds, langer wichtiger Freundschaften, die dauernde Konfrontation mit einer glitzernden Warenwelt, die mehr Wünsche weckt als sie befriedigen kann, stellt die Autorin Manja Präkels am Beispiel zahlreicher Figuren und Nebenfiguren, die alle ihre individuelle Geschichte mitbringen, ihren LeserInnen präzise dar. [...] Formal wie sprachlich beeindruckend!

Susanne Alge / Buchkultur

 

Präkels´Roman liest sich wie eine Chronik in literarischer Sprache. Eine Dramaturgie musste die Autorin für ihr Buch nicht finden, sie wohnt den geschilderten Erfahrungen inne.

Martin Hatzius / neues deutschland

 

Das Buch zeichnet sich durch einen nüchtern beschreibenden Stil aus, der keine Erklärung für die Geschehnisse liefert, man liest Szenen, die so brutal sind, dass sie einen sprachlos machen und der Autorin gelingt obendrein: Sprachwitz.

Anna Katharina Laggner / FM4

 

Es ist die herausragende Qualität von Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß, dass Manja Präkels es schafft, eine grausame und tief deprimierende Geschichte mit offenen Sinnen, offenen Wunden, offenem Herzen zu erzählen.

Andreas Heckmann / Am Erker

 

Es ist eine Geschichte darüber, wie alles verrückt wurde. Wie man an nichts mehr glauben konnte und musste. Alles und nichts mehr werden konnte. Vieles, manchmal alles verlor.

Claudia Krieg / Analyse & Kritik

 

Manja Präkels Romandebüt über die Kindheit eines Mädchens und ihr Heranwachsen in einem Brandenburgischen Dorf, das mehr und mehr zu einer Hochburg von Neonazis wird, zieht tief rein: nicht zuletzt über eine poetische Sprache, gegen die auch die inhaltliche Härte machtlos ist.

Lara Sielmann / Curt Magazin

 

Was für ein wunderbar, trauriger, mitreißender Wenderoman. 

Lifestyle volksfreund.de 

 

Dabei gelingt es ihr wie wenigen ihrer journalistischen KollegInnen, sich auf die literarische Form des Romans einzulassen. Durch ihren direkten Erzählstil überträgt sich die beklemmende Stimmung auf die Leserin und sorgt dafür, dass das Buch einen lange beschäftigt. [...] Mit ihrem Roman wie mit ihrer journalistischen Arbeit leistet Manja Präkels einen wichtigen Beitrag zur Debatte.

Theresa Mayer / kommbuch.com

 

Es scheint, als habe man sich beinahe dreißig Jahre lang in einer Art Sprachlosigkeit eingerichtet. Der Roman unterbricht das Schweigen und sei hiermit wärmstens empfohlen!

Buchladen zur schwankenden Weltkugel

 

Bestseller [...] dürfen durchaus auch einmal selbst entdeckt werden. Der Debütroman von Manja Präkels ist so ein Juwel. [...] Eine zutiefst melancholische und gleichzeitig berührende Erzählung über eine schicksalsbehaftete Jugend in der ostdeutschen Tristesse.

Dimitrios Charistes / frizz-ab.de

 

Manja Präkels “Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß” ist für mich eines der wesentlichsten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe.

Münchner Stadtbibliothek

 

Der 230-Seiten-kurze Roman von Manja Präkels liest sich gut und packend. Er sei auch allen ans Herz gelegt, die die so genannte „Wiedervereinigung“ und ihre Folgen nur positiv sehen. Jenseits von DDR-Nostalgie und Vereinigungs-Euphorie eröffnet Präkel dem Leser und der Leserin eine weitere Perspektive auf die Wende- und Nachwendezeit.

Eisberg.blogsport.de

 

Die in Zehdenick/Mark geborene Sängerin und Autorin Manja Präkels hat einen Debütroman geschrieben, der literarisch und politisch relevant ist. Mit viel Empathie schildert sie das Leben in der brandenburgischen Provinz in den letzten Jahren der DDR. Genauso eindrücklich ist ihr Protokoll des rechten Terrors kurz nach der Wiedervereinigung. 

Lesefutter Winter 2017 (Buchladen in der Osterstraße)

 

Ob man mit Rechten reden kann, wie es jetzt immer wieder gefordert wird, bleibt fraglich – dass man dieses Buch lesen sollte, ist dagegen glasklar!

Fräulein Julia

 

Sie kann erzählen. Teils lakonisch, nicht ohne lyrische Wendungen, immer knapp und scheinbar leicht. Es ist ein Debüt, das auf Weiteres neugierig macht.

Christel Berger / ossietzky.net

 

Ein Buch, das unbedingt jedem empfohlen werden kann, der entsetzt die Gewaltexzesse in den neuen Bundesländern verfolgt, ein Buch, das die Versäumnisse aller aufdeckt, fein beobachtet, in einer Sprache, die so spröde erscheint wie die Bewohner der Orte an der Havel und manchmal nur schwer auszuhalten ist. Für Jugendliche sollte unbedingt Reife und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der Gegenwartsgeschichte vorhanden sein.

Lotte Schüler / medienprofile/Buchprofile

 

Der Roman ist beklemmend aktuell. 

Antifaschistisches Infoblatt 

 

Was in „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ deutlich wird: Dies ist nur eine von vielen Geschichten aus einer oft ungehörten Perspektive. Lasst uns ihnen Gehör verschaffen, die Geschichte verarbeiten und daraus lernen.

Inforiot

 

Ein schonungsloses Bild der Peripherie. [...] Die Fratze des Bösen, so zeigt der schonungslose Roman, ist eben oft nur das Gesicht des Jungen von nebenan. 

Christina Pfeiffer-Ulm / 1001 Das Magazin für Kinder- und Jugendliteratur. 

 

Manja Präkels beschreibt die Provinz Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger präzise, stilistisch gekonnt und bedrückend. Nüchtern, realistisch und deshalb umso wirkungsvoller. Ein Roman, den man nicht vergisst.

Hans-Peter Roentgen / Literaturzeitschrift.de

 

"Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß" wird noch für Diskussionen sorgen und tut es auch bereits. Das ist gut, denn es rückt das deutsche Problem Rechtsradikalismus in den Fokus auch der literarischen Debatte. Der eindrucksvolle, bedrückende, gnadenlos harte Roman bringt dafür mehr als genug Zündstoff mit.

Poesierausch

 

Präkels schildert auf eindrückliche Weise eine Jugendzeit, die vielleicht ein paar Erklärungen für aktuelle Entwicklungen liefern kann.

Simon Sahner / Buchdruck. Literatur in der Mangel

 

Der Roman ist sehr persönlich, politisch und bewegend, durch das was passiert ist und bis heute passiert.

pinselfisch.de

 

Aber nicht die (bekannten) Fakten beeindrucken an Präkels Buch, sondern wie unfassbare Brutalität literarisch vermittelt wird. Dafür arbeitet sie mit abrupten Wechseln zwischen Banalität und Eskalation, Gedankensprüngen oder Abbrüchen plastisch beschriebener Situationen.

Annette Wostrak / Empfehlungsliste Roter Elefant

 

Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß führt facettenreich vor Augen, was für ein mörderischer Dauerzustand droht, wenn Expansionswünsche Rechtsextremer wahrwerden, es ihnen gelingt, eine Hegemonie ihrer verbrecherischen Weltsicht zu etablieren. Zwar bekam Präkels für den Roman 2018 den Deutschen Jugendliteraturpreis verliehen. Er sei aber auch allen Erwachsenen ans Herz gelegt.

Stefan Walfort / Litlog

 

Was diesen Roman besonders macht, ist seine Intensität. [...] äußerst empfehlenswert, Pflichtlektüre in allen West-Schulen

Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien GEW

 

[...] ein faszinierendes Debüt 

Roland Mischke / Tageblatt (Luxembourg)


Präkels [...] macht sprachlich und erzählerisch keine Umwege, so dass es ihr gelingt, auf nur etwas mehr als 200 Seiten eine komplexe Geschichte zu erzählen, die erschreckt, berührt und schockiert, aber gleichzeitig informiert.

Travel without moving

Zwischen Schnapskirschen und selbstverständlichen Glatzen

Manja Präkels im Gespräch mit Ute Wegmann im Deutschlandfunk

 

Deutschlandfunk Kultur "Im Gespräch": Von Schnapskirschen und Nazibanden 

 

Rechtsextremismus - Manja Präkels hat in ihrer Jugend rechte Gewalt erlebt und einen Roman darüber geschrieben

Manja Präkels bei Tandem SWR2

 

Welche Reaktionen sie bei ihren Lesungen gerade in Brandenburg erlebt und ob Zehdenick noch ein Stück Heimat für sie ist – darüber spricht Manja Präkels mit Shelly Kupferberg.

Manja Präkels bei rbb kulturradio

 

"Es war cool, irgendwelche Goebbels-Zitate auswendig zu können. Und wer da nicht mitmachte, wurde ganz schnell stigmatisiert und zum Opfer und zur Gejagten."

Manja Präkels bei Radio Bremen "Zwei nach eins" über ihre Jugend in Brandenburg und ihren Roman "Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß"

 

"Buch der Stunde"

Manja Präkels bei rbb Inforadio - Quergelesen im Gespräch mit Nadine Kreuzahler

 

"Ich habe angefangen, literarisch zu schreiben, weil ich das Gefühl hatte, dass ich journalistisch nicht weiterkomme."

Manja Präkels im Gespräch mit detektor.fm


Unpolitisch sein, das gibt es nicht. Mir persönlich geht es darum, Lebenswelten erfahrbar zu machen und sie Menschen aus anderen Zusammen­- hängen zu vermitteln. Das ist mein Hauptmotiv fürs Schreiben. Literatur ist reisen im Kopf, man kann eigentlich überall hin.

Manja Präkels im Gespräch mit chili - das freiburger stadtmagazin