Romania

Romania

David Wagner
Broschur, 144 Seiten
Preis: 14,00 €
ISBN: 978395732306


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Bukarest im Frühjahr 2002: David Wagner hat eine Wohnung mitten in der Stadt, viel Zeit und müsste einen Roman schreiben. Er aber besucht bloß Ceau°escus Paläste, verspielt sein Geld im Casino, vermisst seine kleine Tochter, trifft Ganoven, Schriftsteller und Verleger, verliebt sich in eine Dichterin und soll Gellu Naums Wintermantel zu Oskar Pastior nach Berlin bringen – kurz, er gerät in einen Roman, statt einen zu schreiben.
Wiedergefundene Notizen und Tagebucheinträge erzählen nun diesen Roman aus den letzten Tagen des Postkommunismus, einen Roman voller poetischer Verzweiflung und Beschreibungsfreude.

In seinem wundervollen Reisetagebuch Romania hat der Schriftsteller David Wagner bemerkt, Rumänen redeten so viel über Rumänien, "als müssten sie sich immerzu ihres Rumäniens versichern, es im Reden erhalten, ja, als entstünde ihr Rumänien überhaupt erst im Reden über Rumänien, als hätten sie Angst, Rumänien könnte verschwinden, wenn sie nicht mehr über Rumänien reden".

David Hugendick / die Zeit

 

Bestechend die vielen kleinen Beobachtungen und Selbstbeobachtungen eines Fremden in einer Nichtganzfremde.

Erhard Schütz / der Freitag

 

Ein Glück, dass es – mit 16 Jahren Verspätung – noch den Weg an die Öffentlichkeit gefunden hat.

Kathrin Gemein / Frankfurter Rundschau

 

Wer Romania liest, darf innehalten und sich seiner Gestimmtheit im schönen, unendlich fernen Frühjahr 2001 erinnern, freundlich an die Hand genommen von einem ganz unprätentiösen, Fragment gebliebenen Nebenwerk eines der klügsten deutschsprachigen Schriftsteller seiner Generation.

Andreas Heckmann / Am Erker

 

Die Unfähigkeit des Erzählers, Prioritäten zu setzen, ist erst die Geburtsstunde dieses Buches, das paradoxerweise aus dem Nicht-Schreiben erwächst. [...] Wagner öffnet mit Romania den Blick auf eine Zeit, die aus Sicht der Millennials den selben unwirklichen Charakter hat wie Erzählungen über die Zeit der Wende für die Generation der 1990er Jahre.

Justus Makollus / literaturkritik.de

 

Der schmale aber vielseitig reflektierende Band lässt sich aus dieser Perspektive als ein rares Stück der Erinnerung an Bukarest um die Jahrtausendwende lesen.

kultro.de

 

„Romania“ ist eine Geschichte aus sich selbst heraus, eine Notiz über einen Aufenthalt in einer fremden Stadt, einer fremden Welt, in der die Rationalität des Gewohnten schon mal aus den Fugen gerät.

makollatur

 

Es geht um wichtige, um große Dinge: Einsamkeit, Trennung, Schmerz, um ein Kind und um die Ungewissheit. Leicht kommen sie daher, diese großen Themen, spielerisch, melancholisch, schlicht.

Ana-Maria Schlupp / literaturwissenschaft-berlin.de

 

Er tut, was er in allen seinen Büchern tut, er widmet sich dem, was andere für Wahrnehmungsschrott halten, der Oberfläche, vielleicht um sich, das unterstelle ich mal, von einer tieferen Traurigkeit abzulenken. Entscheidend bei Beobachtungskünstlerin ist immer der Filter, was dringt ins Bewußtsein des Autors? Und was teilt er uns davon mit? Das Besondere an David Wagner ist, daß er eine hypersensible Wahrnehmung hat, gleichzeitig aber zu Dingen und Menschen immer auf Distanz bleibt.

Jochen Schmidt / piqd - Literatenfunk

 

David Wagner schreibt so plastisch, dass man das Gefühl hat selbst dort zu sein; man sieht die Straßen, die Gebäude, die Menschen, die Straßenhunde nicht nur, man spürt sie.

floskel

 

Der Reiz dieses locker wegzulesenden Reisetagebuchs liegt in seinen genauen Beobachtungen, seinem lakonischen Sprachwitz und in der Selbstironie des Ich- Erzählers.

Ronald Schneider / ekz.bibliotheksservice

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