Geschichte und Individuum. Zum literarisch-zeitgeschichtlichen Werk von Michael Wildenhain

Geschichte und Individuum. Zum literarisch-zeitgeschichtlichen Werk von Michael Wildenhain

Christian Hippe / Thomas Wild (Hg.)
Broschur, 240 Seiten, lfb Texte 12
Preis: 24,00 €
ISBN: 9783957324047


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Michael Wildenhains literarisches Schaffen umfasst Theatertexte, Gedichtbände, Kinder- und Jugendbücher, Kriminalliteratur bis hin zur Science Fiction. Den Schwerpunkt aber bilden die kritischen Gegenwartsromane. Wildenhains Romanfiguren sind oft durch eine charakteristische Zerrissenheit gekennzeichnet: Sie agieren aus persönlichem Begehren und zugleich als Akteure innerhalb eines gesellschaftlichen Geschehens. Ihre individuellen Suchbewegungen im Kontext zeitgeschichtlicher und politischer Konstellationen verleihen den Romanen ihre Gestalt wie auch ihre Bruchkanten. Oft sind es Geschichten einer politischen Desillusionierung. Anlässlich des 60. Geburtstags des Autors haben Wissenschaftlerinnen und Autorenkollegen das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, Politik und Schreiben im Schaffen Michael Wildenhains beleuchtet.

MIT BEITRÄGEN VON Walter Delabar, Gabriele Dietze, Hannah Dübgen, Johannes Groschupf, Astrid Köhler, Anne-Dore Krohn, Mechthild Lanfermann, Janko Marklein, Helmut Peitsch, Caroline Roeder, Carola Opitz-Wiemers, Thomas Wild, Hubert Winkels und Michael Wildenhain.

 

In einem jüngst erschienen Aufsatzband zum Werk Michael Wildenhains mit dem Titel "Geschichte und Individuum" beschreibt seine frühere Lektorin, wie der Autor seit seinem Romandebüt "Zum Beispiel K." (1983) von der Lyrik wie der Prosa des Expressionismus beeinflusst wurde und dass ihn der expressionistische Sprachgestus fortan nie wieder verlassen sollte.

Jan Wiele / Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Dietzes Beitrag schließt mit der Beobachtung, dass das von Wildenhain geschilderte Milieu mit dem der Expressionisten drei wichtige Aspekte gemeinsam hatte. Als da wären die Suche nach Grenzerfahrungen, die Bewegung in männlich geprägten Horden und ein starkes emotionales Gemeinschaftserleben.

Thomas Wagner / neues deutschland

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