Respekt!

Respekt!

Christian Broecking
Broschur, 144 Seiten, vergriffen
Preis: 13,00 €
ISBN: 9783935843386


„Die politische Intention und Rezeption ihrer Musik hatten in den USA zur Folge, dass afroamerikanische Musiker an den Rand der Gesellschaft und Existenz gedrängt wurden. Die ,Fire Music‘ der Sechziger und Frühen Siebziger Jahre hat tiefe Spuren hinterlassen. Bei denen, die überlebten, hat sich der Kampf gegen den Mainstream tief in den Gesichtern eingegerbt.“ Der Jazzjournalist Christian Bröcking hat in diversen Interviews mit den damaligen Protagonisten erfragt, was aus den Initiativen zur Selbstbestimmung und Selbstorganisation geworden ist. Interviews mit Sonny Rollins, Wayne Shorter, Bill Dixon, Max Roach, Ornette Coleman, Archie Shepp, Steve Coleman u.a.


Zu diesem Buch wird bei Universal Jazz eine von Christian Bröcking zusammengestellte Compilation erscheinen, die Stücke aller im Buch zu Wort kommenden Musiker versammelt. Siehe: www.jazzecho.de


Inhalt

Vorwort

Die Dekonstruktion der Negro-Ästhetik

Sonny Rollins
Wayne Shorter
Bill Dixon
Max Roach
Ornette Coleman
Archie Sheep
Roswell Rudd
Sam Rivers
Steve Coleman
James Carter
William Parker
Editorische Notiz

Nach der Sklaverei: Schwarzes Denken, weiße Strategie

Amiri Baraka
Amina Claudine Myers
Shirley Horn
Stanley Crouch
Abbey Lincoln
Oscar Brown Jr.
Gil Scott-Heron
Cassandra Wilson
Dianne Reeves
Wynton Marsalis
Jayne Cortez
Editorische Notiz

Jeder Ton eine Rettungsstation

David Murray
Butch Morris
Billy Bang
Roscoe Mitchell
Craig Taborn
George Lewis
Fred Anderson
Mwata Bowden
Nicole Mitchell
Dewey Redman
Randy Weston
Yusef Lateef
Howard Johnson
Leroy Jenkins
Sirone Jones
Tyshawn Sorey
Vijay Iyer
Wadada Leo Smith
Marshall Allen and James Jacson
Sam Rivers
David. S. Ware
William Parker
Editorische Notiz

 

 Der Berliner Journalist begibt sich in zehn informativen Interviews auf die Suche nach dem schwarzweißen Gral des Jazz und versucht zu ergründen, welchen Stellenwert Rassismus und die schwarze community für das Selbstwertgefühl der Musiker und ihre Kunst haben. Sympathisch, dass sich das Spektrum vom unwilligen Ornette Coleman („Das Problem ist stumpfsinnig und langweilig“) über den provokanten Max Roach („Uns ging es besser zu Zeiten der Segregation“) bis zum umweltbewussten Sonny Rollins spannt.

Konrad Heidkamp / Die Zeit

Interviews können so einfach sein! Christian Broecking verrät in „Respekt!“ ganz nebenher ein paar substanzielle Voraussetzungen: Sachkenntnis, aufmerksames Zuhören, cleveres Verweisen auf Äußerungen von Bekannten des Interviewpartners – und Respekt vor dem Gegenüber. Noch wichtiger sind allerdings Gesprächspartner, die wirklich etwas zu sagen haben. In „Respekt!“, gleichermaßen Glücksfall eines Interviewbuches und wichtiger Beitrag zu einer bestimmt nicht nur historischen Episode der Kulturgeschichte.
Ulrich Kriest / Intro
 

 

Selbst wenn man einige Interviews aus der taz oder anderen Zeitschriften kennt, ist „Respekt!“ ein wichtiges und notwendiges Buch. Broecking fragt seine Interviewpartner nach der verändernden Kraft ihrer Musik. Die so unterschiedlichen Antworten sind gerade auch für uns Europäer ungemein förderlich die Verschiedenartigkeit und Vielfalt innerhalb der schwarzen Musikszene mit neuen Augen zu sehen (und den Ohren zu hören). [...] Respekt, Respekt, kann ich da nur sagen.
Michael Scheiner / Jazzzeitung

Christian Broecking schreibt nicht nur Monat für Monat auf diesen Seiten seine Jazzkolumne, er war auch Programmdirektor des Berliner Jazzradios, er publiziert in einer ganzen Reihe anderer Medien, und er ist Dozent für Musikjournalismus an der Frankfurter Goethe-Universität. Nun hat er einige der zahllosen Interviews, die er in den vergangenen zehn Jahren mit Jazz-Musikern geführt hat, zu einem Buch zusammengefasst. „Respekt!“ zeichnet in Gesprächen mit alten Recken wie Shepp, Sonny Rollins, Sam Rivers, Ornette Coleman, Wayne Shorter und Max Roach und jüngeren Musikern wie Steve Coleman oder James Carter die unterschiedlichen „Strategien der Verweigerung und Selbstbehauptung“ nach, wie Broecking sie in seiner Einleitung nennt. Von Shepps wütender Traditionssuche bis zur bewussten Entscheidung gegen diese bei dem Free-Jazz-Bassisten William Parker verfolgt er die Spuren, die die „Fire Music“ der Sechziger hinterlassen hat.
Taz

So korrigieren diese Gespräche falsche Bilder, und die Jazzinteressierten bekommen direkt von den Musikern, die mit ihrem Werk einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Jazz geleistet haben, Einblick in deren Denken und Wirken.
WOZ