Mein Freund Klaus

Mein Freund Klaus

Peter O. Chotjewitz
Leinen mit Lesebändchen, 592 Seiten
Preis: 32,00 €
ISBN: 9783943167467


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Auch als E-Book in allen einschlägigen Stores erhältlich (Epub / Mobipocket für 18,99 €).

 

Mit einem Nachwort von Dietmar Dath

 

Der Brisanz des Materials entspricht die Radikalität der literarischen Mittel. In diesem Roman liegen die Fakten auf dem Tisch. Stilsicher, kühn im Aufbau und dramaturgisch modern schreibt Chotjewitz über seinen Freund Klaus Croissant.

 

Klaus Croissant wurde als Strafverteidiger schikaniert, als angeblicher Drahtzieher des internationalen Terrorismus verfolgt und nach der Annexion der DDR durch die Bundesrepublik 1990 wegen staatsfeindlicher Agententätigkeit abermals verurteilt.

 

Penibel recherchiert, detailgetreu und in kühler Sprache erzählt, steht der Roman in einer Linie mit Chotjewitz’ skandalumwitterten Romanfragment über die RAF aus dem Jahr 1978 („Die Herren des Morgengrauens“). Von 1931 bis 2002 reicht der beklemmende Bilderbogen dieser deutschen Unrechtsgeschichte. Jeder Rechtsspruch ein Rechtsbruch.

Dath schreibt zu „Mein Freund Klaus“: „Das Buch ist ein spätes und großes Hauptwerk dieses Schriftstellers.“ Dieser Einschätzung kann man sich anschließen. „Mein Freund Klaus“ ist als alternatives Geschichtsbuch eine Pflichtlektüre.

Erhard Jöst / literaturkritik.de

 

Herausgekommen ist dabei aber nicht nur eine umfängliche, aus tausenderlei Quellenmaterial zusammencollagierte Großreportage oder ein die Lebensgeschichte und den politischen Werdegang Klaus Croissants dokumentierendes Buch. Es ist überdies auch auch eine »oral history of Germany« (Klaus Walter) und ein Roman über die bundesdeutsche Nachkriegszeit und die in ihr fortlebenden Überreste des Nationalsozialismus geworden.

Thomas Blum / neues deutschland

 

 

Pressestimmen zur Erstausgabe:

 

Das Buch „Mein Freund Klaus“ ist spannend. Zumal für Leser, für die diese Phase erlebte Zeitgeschichte ist. Die Meisten haben damals von „draußen“ beobachtet, Chotjewitz schreibt von „drinnen“, als Insider. Spannend ist es aber auch wegen der gewählten Form: Mal die Wiedergabe der Gespräche, mal der Reportage-Stil, mal unterschiedliche Erzähl-Formen.
Waltraut Worthmann-von Rode / HR 2


Peter O. Chotjewitz’ große Roman-Biographie „Mein Freund Klaus“ kämpft an altbekannten Fronten, pflegt verhärtete Freund-Feind-Schemata und ist dennoch, das ist das überraschende Resultat dieses Buches, jener wertvolle Beitrag zu der ermüdend festgefahrenen RAF-Diskussion geworden, der nicht unbedingt zu erwarten gewesen war: es ist ein beklemmendes Dokument des idealistischen, sicherlich sehr ideologischen, aber aufopferungsvollen Kampfes Klaus Croissants’ gegen die rechtsstaatlich bedenkliche Behandlung der zeitgenössischen Radikalopposition durch die bundesdeutsche Justiz.
Kevin Vennemann / WDR 3

Chotjewitz ist es meisterhaft gelungen, die verschiedensten Facetten eines reichen und bewegten Lebens darzustellen.
Peter Nowak / Neues Deutschland


Mit „Mein Freund Klaus“ hat Chotjewitz nicht nur einen ästhetisch avancierten Roman vorgelegt, sondern auch eines der raren Bücher zum Thema 68 ff., die im Regal zu haben lohnt. [...] Daß man über die RAF kitschfrei sprechen kann, ohne zu verschweigen, daß eine „Hanns-Martin-Schleyer-Halle“ etwas „Groteskes“ [...] ist, lohnt sich anzuhören.
Ambros Waibel / Junge Welt


Der scheinbar fragmentarische Roman ist [...] hervorragend komponiert.
Franka Nagel / zitty


Auf 570 Seiten entsteht [...] ein Sittenbild der Bundesrepublik, das weit ausholt, und in dem alle erzählerischen Tugenden des Peter O. Chotjewitz anklingen, von den experimentellen Texten der Sechzigerjahre [...] über seine späteren dokumentarischen, regionalhistorischen Arbeiten [...] bis zu den süffisanten Satiren [...].
Georg Oswald / wespennes
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Wer so behutsam wie Chotjewitz zu Wörtern ist, kann sich’s erlauben, nicht jedem Modegeschwätz hinterherzuhecheln. [...] Chotjewitz hat das Gelächter Dario Fos, lange bevor dieser den Nobelpreis erhielt, nach Deutschland geschmuggelt.
Stefan Gleser / Saarkurier


Chotjewitz, in den 1960ern als Avantgarde-Literat gefeiert, führt die Auseinandersetzung mit der Geschichte der radikalen Linken, der RAF und der Gewalt des Staates nicht nur politisch, sondern auch in der literarischen Form jenseits des Mainstream. [...] Nur Chotjewitz konnte in dieser Form diesen Roman schreiben.
Ingo Stützle / analyse & kritik

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