Aus Liebe zur Kunst. Essays

Aus Liebe zur Kunst. Essays

Wolfgang Müller
Broschur, 168 Seiten
Preis: 16,00 €
ISBN: 9783957323118


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Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde Moderne Kunst populär wie nie zuvor, die Zahl der Künstler und Kunstwerke schien zu explodieren. Die Kunstkritik konstatierte Unübersichtlichkeit und Qualitätsverfall, warnte vor ständiger Infragestellung der Kunst und forderte eine neue Erhabenheit. Doch ist die Kunst tatsächlich so verschieden geworden? Und warum entziehen sich ihre großen Ähnlichkeiten eigentlich der Wahrnehmung?
Als Künstler, Musiker, Autor und Professor für experimentelle Plastik kennt Wolfgang Müller die Strukturen des Kunstbetriebs aus unterschiedlichen Perspektiven. In seinen Essays zeigt er auf, wie aus Züricher DADA fast hundert Jahre später Politik in Island wurde. Er überlegt, warum sowohl die geniale Grace Jones als auch die grässlichen Bilder von Bernard Buffet unparodierbar sind.

Kann ein kunsttheoretischer Text amüsant sein? Ja – und ob, wenn er wie Wolfgang Müllers Essays „Aus Liebe zur Kunst“ gespickt ist mit schmackhaften Versuchungen wie Sushi-Häppchen eines Sternekochs. Guten Appetit, denn Müller nimmt sich die Freiheit, frech und unfolgsam zu sein. [...] Auch wenn sich viele Texte über Kunst heute lesen wie Warenkataloge, die das Eigene und Besondere des Werks anpreisen wie Eiscreme, Müllers Abfassung legt man nicht so schnell aus der Hand. Wahrscheinlich weil man seine Rüffel liebt, Bonmots, die Raum offen lassen, während der Text sie würzend wie Trüffelpastetchen umschließt.

Lena Braun / Siegessäule

 

Marktwert oder Kunstkritik haben nicht darüber zu entscheiden, was Kunst ist. Das postuliert Künstler Wolfgang Müller in seiner Sammlung "Aus Liebe zur Kunst" mit Essays, Kritiken, Betrachtungen, die klare Worte nicht scheut.

Wolfgang Müller im Corsogespräch mit Ulrich Biermann / Deutschlandfunk

 

Wer die Welt verstehen will, lässt sie sich erklären, wer die Kunst verstehen will, sollte sie fühlen. Beides gelingt dem Musiker, Publizisten und Performer in seinen Essays, die sich mit künstlicher Politik befassen und politischer Kunst. 

Janina Fleischer / Neue Presse

 

Der Künstler Wolfgang Müller war immer bereit, enge Grenzen zu überschreiten. Und so sind auch die Essays, die er zu einer kleinen Anthologie versammelt hat, meist jenseits des Mainstreams und von erfrischender Deutlichkeit.

Badische Neueste Nachrichten

 

Dass mir die Essays von Wolfgang Müller gleich mit der ersten Seite so viel Freude bereitet haben, liegt nicht nur an seinem mal klaren, mal feuilletonistisch aufgemotzten Sprachstil, sondern selbstredend daran, dass ich in vielen der Ausstellungen, die ihn ratlos zurückgelassen haben, ebenso ratlos vor der als Kunst deklarierten Anhäufung von Gegenständen stand.

Fräulein Julia

 

Wenn Müller über seine Liebe zur Kunst sinniert, ist das aus tiefstem Herzen ehrlich gemeint, hipper Zynismus ist dem Mißverständiswissenschaftler fremd. Ironie und Wortwitz hingegen nicht [...]

Karsten Zimalla / Westzeit

 

Falls sie Wolfgang Müllers Text zu Arno Schmidts Hundertstem oder seinen Kommentar zu Michael Müllers Drei-Punkte- Plan für die „Welt.Stadt.Berlin“ verpasst haben, können Sie sie hier nachlesen. Mögen ihnen viele folgen.

Christine Käppeler / der Freitag

 

So klug wie amüsant.

Matthias Reichelt / junge Welt


Ich habe gemerkt, dass ich viel Rezensionen, Kritiken oder Analysen geschrieben habe und veröffentlicht habe manchmal, weil ich mich geärgert habe, über eine Ausstellung, über die kritiklose Entgegennahme einer Kunstausstellung, wo ich dachte, warum wird das nicht hinterfragt.

Und dann habe ich irgendwie gemerkt, das führt oft dazu, dass man denkt, na ja, der ist jetzt vielleicht frustriert, weil er nicht so gut verkauft oder weil er nicht genug Erfolg hat, oder er meckert rum. Es wurde immer so negativ gesehen. Und ich hab dann irgendwie gemerkt: Nein, das mache ich doch aus Liebe! Ich liebe die Kunst, ich freue mich über jede gute Ausstellung – von jemand anderem, nicht nur meine eigenen.

Wolfgang Müller im Interview mit Frank Meyer / Deutschlandfunk Kultur