Kulturkampf und Gewissen. Medizinethische Strategie der "Lebensschutz"-Bewegung

Die expliziten Anti-Abtreibungsorganisationen, christlicher Fundamentalismus und neurechter Antifeminismus drängen auch in Deutschland mit ihren Kampagnen in die Öffentlichkeit. Die „Lebensschutz“-Bewegung will in die Offensive: Sie möchte nicht nur die Zugänge zu Schwangerschaftsabbrüchen erschweren, sondern führt auch einen Kulturkampf zur Retraditionalisierung der Geschlechter- und Familienverhältnisse, um christliche Moral und das ärztliche Gewissen. Damit ist sie Teil eines konservativen bis extrem rechten, in Teilen antidemokratischen, Aufwindes. Dabei können sie sich auf gesellschaftliche Diskurse berufen, die von einem breiten Spektrum verschiedener Gruppen bestimmt werden. Eike Sanders wird in ihrem Vortrag die antidemokratischen Potenziale der selbsternannten „Lebensschützern“ und ihre politischen Strategien herausarbeiten.

23.04.2018 | 19.00 Uhr

Kirsten Achtelik

Eike Sanders

Ulli Jentsch

Lesung und Gespräch

Ort
Café KoZ

Mertonstrasse 26-28
60325 Frankfurt am Main


asta-frankfurt.de