Ich bin Özlem

Dilek Güngör liest bei der Benefizveranstaltung für den Verein Flüchtlingspaten Syrien e.V.


Im Anschluss wird sie mit der Historikerin Marion Detjen und dem Journalisten Stephan Detjen über Fragen zum Thema Migration diskutieren. Alle drei Gäste verbindet die Unterstützung der Flüchtlingspaten Syrien seit ihrer Gründung 2015.

 

»Meine Eltern kommen aus der Türkei.« Alle Geschichten, die Özlem über sich erzählt, beginnen mit diesem Satz. Nichts hat sie so stark geprägt wie die Herkunft ihrer Familie, glaubt sie. Doch noch viel mehr glaubten das ihre Kindergärtnerinnen, die Lehrer, die Eltern ihrer Freunde, die Nachbarn. Özlem begreift erst als erwachsene Frau, wie stark sie sich mit dieser Zuschreibung identifiziert hat. Aber auch wie viel Einfluss andere darauf haben, wer wir sind. Özlems Wut darüber bahnt sich ihren Weg, leise zunächst, dann allerdings, bei einem Streit mit ihren Freunden, ungebremst: Von Rassismus ist die Rede und von Selbstmitleid, von Scham und Neid, von Ausgrenzung und Minderwertigkeitsgefühlen. Ihre Geschichte will Özlem von nun an selbst bestimmen und selbst erzählen. Wie das geht, muss sie erst noch herausfinden.

Mit genauem Blick und bestechender Offenheit beschreibt Dilek Güngör, welche Kraft es kostet, sich in einer Gesellschaft zu behaupten, die besessen ist von der Frage nach Zugehörigkeit, Identität und der »wahren« Herkunft.

 

Die Platzzahl ist auf 60 bis max. 70 Plätze begrenzt. Wenige Tickets sind noch erhältlich.

Eintritt 7 Euro, ermäßigt 4 Euro
Der Erlös geht an den Verein.

06.09.2019 | 19.30 Uhr

Dilek Güngör

Benefiz-Lesung

Ort
Literaturhaus Berlin

Fasanenstr. 23

10719 Berlin

www.literaturhaus-berlin.de