Eine Havellandschaft in den Neunzigern

Eine Havellandschaft in den 90er Jahren. An dem Fluss, der die kleine Stadt in zwei Hälften teilt, konnte man stundenlang sitzen und den Booten hinterherschauen oder auch angeln. Das taten Mimi und Oliver. Sie waren Nachbarskinder. Wenige Jahre später wurde einer von ihnen Anführer einer organisierten Nazi-Gruppe und eine Größe im lokalen Drogenhandel. Die andere wurde Erzählerin in Manja Präkels Debütroman »Als ich mit Hitler Schnapskirschen« aß. Die Nähe zu den beiden jugendlichen Figuren ermöglicht der Autorin, Mitgefühl für die Haltlosigkeit in der Situation einzelner Personen zu entwickeln und gleichzeitig als radikale Gegnerin dieser menschenverachtenden Haltung zu schreiben. Bukolische Landschaftsbeschreibungen haben in dem Entwicklungsroman ebenso Platz wie autobiographische Gewalterfahrungen.

Manja Präkels liest aus »Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß«, Ute Waldhausen moderiert. Es wird um die Neunziger in Brandenburg gehen, um Jugendkultur und Rechtsradikalismus
in der Postwende-Zeit.

Wo? Gotischer Saal, Zitadelle Berlin
[Barrierefrei]

Manja Präkels (*1974 in Zehdenick) ist Schriftstellerin, Journalistin und Musikerin. Ute Waldhausen (*1972 in Wenigerode) ist Performancekünstlerin und Musikerin.

Alle Veranstaltungen sind mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl. Anmeldungen bitte mit Angabe von Veranstaltungstitel, Name und Adresse an: reservierungen@spandaumedina.org

12.10.2020 | 18.00 Uhr

Manja Präkels

Lesung und Gespräch

Ort
Zitadelle Spandau

Am Juliusturm 64

13599 Berlin