Sechs Tage im April - Erich Mühsams Räterepublik

Nur sechs Tage lang, vom 7. bis zum frühen Morgen des 13.April 1919, währte die »Bairische Räterepublik«, die auch als »Dichter republik« in die Geschichte einging und deren wichtigstes Sprachrohr der Anarchist Erich Mühsam war. Bis heute beflügeln diese sechs Tage sozialrevolutionäre Träume von einer gesellschaftlichen Alternative zu Parlamentarismus einerseits und Parteidiktatur andererseits. Doch wie genau sah Mühsams Vision aus, und woran scheiterte sie?

Markus Liske montiert und kommentiert Texte, Tagebuchauszüge und Briefe Erich Mühsams zu einer umfassenden Erzählung seines jahrzehntelangen Ringens um eine wirklich freie Gesellschaft – zu einer individuellen ideengeschichtlichen Reise, die 1901 in Friedrichshagen bei Berlin beginnt und die mit der Ermordung dieses außergewöhnlichen Dichters und Menschenfreundes im KZ Oranienburg endet.

 

Markus Liske, 1967 in Bremen geboren, lebt in Berlin. Er ist Autor und Teil der Band »Der singende Tresen«. Nach mehreren Bänden mit Satiren und Essays war er 2011 Mitherausgeber der erzählerischen Anthologie »Kaltland – Eine Sammlung«. Für den Verbrecher Verlag stellte er mit Manja Präkels das Erich-Mühsam-Lesebuch »Das seid ihr Hunde wert!« (2014) und den Band »Vorsicht Volk! Oder: Bewegungen im Wahn?« (2015) zusammen. Sein erster Roman »Glücksschweine« erschien 2016 ebenfalls im Verbrecher Verlag.

12.11.2021 | 19.00 Uhr

Markus Liske

Lesung

Ort
Berner Bücherwochen

 27804 Berne
(Wesermarsch)