Das neue metamorphosen-Heft ist da: Nr 30 - Strafen


 

Das neue metamorphosen-Heft ist da: Nr 30 - Strafen

 

Strafen, so wissen es immer diejenigen, die sie verteilen und ausführen, müssen sein. Wer sie erhält, darf sich nicht beschweren. Jeder Sträfling hätte sich ja auch anders entscheiden können. So wissen es diejenigen, die nicht wegen wiederholtem Schwarzfahren eine JVA bewohnen müssen. Wer Strafe fordert, kann sich auf die Tradition berufen, auf den Schutz der Geschädigten, auf die öffentliche Sicherheit und die Grundfesten der Zivilisation. Es geht um eine Gerechtigkeit, die nicht von der Gewalt zu trennen ist. Es geht um den Ausgleich der metaphorischen Augen. Es geht darum, Rechte zu verlieren und daraus etwas zu lernen. Es geht um Schmerzen und Freiheitsentzug und Würde und den Tod. Alles im Sinne von: Beim nächsten Mal besser nicht. Sonst. Und wenn doch. Dann. Was hast du erwartet? Dass du einfach so davonkommst?

Diese Ausgabe der metamorphosen widmet sich den Strafen: den gesetzlich festgeschriebenen, den abgeschafften, den unausgesprochenen, den selbstgefälligen. Es geht um unser „eigenes, schuldhaftes, rechtswidriges, tatbestandmäßiges, vergangenes Handeln“. Es geht um Bestrafte, Bestrafende, strafende Texte, Texte über Strafen, Texte gegen das Strafen, Texte, die aus der Strafe hinaus geschrieben wurden und Texte, die überhaupt erst die Basis der Strafe bilden.

Mit Beiträgen von Nadire Biskin, Philipp Böhm, Katja Brunner, Katja Sophia Ditzler, Amir Gudarzi, Leonhard Hieronymi, Olga Hohmann, Lorenz Just, Georg Leß, Jonathan Löffelbein, Birthe Mühlhoff, Jenny Schäfer, Frederik Tidén, Senthuran Varatharajah, Jana Volkmann, Kastania Waldmüller, Friedrich Weber-Steinhaus, Carl W. Weuster und Bettina Wilpert

 


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