Im Sommer 2022 offenbarte die Hasskampagne gegen die Schauspielerin Amber Heard, wie salonfähig es ist, Opfer häuslicher Gewalt zu verhöhnen und wie omnipräsent Frauenhass in unserer Gesellschaft nach wie vor ist. Was früher in den reißerischen Printmedien stattfand, passiert heute online und in Echtzeit. Ein breites Publikum beteiligt sich begeistert an Hass und Hetze gegen Frauen – stellenweise sogar ungehemmt unter vollem Klarnamen. Influencer, deren Content ausschließlich aus Angriffen gegen Frauen und queere Menschen besteht, erreichen auf sozialen Medien ein Millionenpublikum. Digitale Plattformen unterbinden diesen, oft gegen Einzelpersonen gerichteten Hass, nicht – ganz im Gegenteil, denn hinter dem Hass steckt oft ein System, das gewinnbringende Klicks generiert.
In »Bitch Hunt« analysiert Veronika Kracher die Funktion digitaler Misogynie, welche Rolle misogyne Kampagnen im rechten Kulturkampf spielen, und wieso Soziale Medien alltäglichen Frauenhass in einer patriarchalen Gesellschaft derart verstärken. Letztendlich leiden nicht nur Betroffene unter diesen Dynamiken, sondern unsere Demokratie.
Bitch Hunt. Warum wir es lieben, Frauen zu hassen
22,00 €
Broschur, 272 Seiten
inkl. MwSt.versandkostenfrei ab 20€
„[…]Kracher stellt klar, »dass alle Männer (…) von Misogynie profitieren« – in ihrer gesellschaftlichen Machtposition oder ganz konkret, indem sie an den Klickzahlen der Hasskampagnen verdienen.“
Alex Struwe |neues deutschland
„In ihrem Buch „Bitch Hunt. Warum wir es lieben, Frauen zu hassen“ beschreibt sie Frauenhass als etwas, das ihrer Meinung nach System hat und ein Geschäft mit großem Content ist.“
„[Kracher] legt – ein paar Jahre nach ihrem Buch über das damals kaum bekannte Phänomen der Incels – nach. Die Zusammenhänge sind schlagend; ob solidarische Vernetzung als Ausweg ausreicht, bleibt die Frage – und zu hoffen. Was anderes bleibt ja nicht übrig.“
Tobias Prüwer | kreuzer logbuch

