Auch als E-Book in allen einschlägigen Stores erhältlich (Epub / Mobipocket, 12,99 €)
Mirjam wird von Martin Mustermann nach fast zehn Jahren Beziehung verlassen. Völlig unerwartet steht sie allein in der ehemals gemeinsamen Wohnung und versteht die Welt nicht mehr. Eine Welt, die mit Martins Möbeln eingerichtet war. Nach Jahren der Anpassung an Martins Leben und Vorlieben, bricht es aus ihr heraus. Wütend versucht Mirjam, Martins Beweggründe für die Trennung herauszufinden. Hat er eine andere?
Mit drastischen Mitteln spioniert sie ihm nach und fängt an, ihr eigenes Leben zu erkunden. Was bedeutet ihr die Freundschaft zu ihrer ehemaligen WG-Mitbewohnerin Lena? Welcher Sex macht ihr eigentlich Spaß? Als »Frau Fünf« lotet Mirjam nach und nach ihre Grenzen neu aus und gerät dabei in einen Strudel aus Slapstick und Grauen.
Juliane Baldy spielt in ihrem zweiten Roman gekonnt mit Klischees und Rollenbildern und erschafft eine Erzählerin, die mit zahlreichen Tabubrüchen noch lange im Gedächtnis bleibt.
„Baldy verwendet in ihrem zweiten Roman slapstickartige und surreale Überzeichnungen, die großes Tempo in den Roman bringen. Aber Baldy zeigt in ihrer liebenswerten und der Rationalität enthobenen Protagonistin auch eine Verletztlichkeit, die mit der in GROSSBUCHSTABEN schreienden Übertreibung und Action kontrastiert. [Baldy] zeigt, dass auch laute und selbstbewusste Frauen* verletzt werden können und Stärke alleine manchmal nicht ausreicht, um sich zu schützen. […] In dem vordergründig lustigen Roman, der Trennungsklischees sowohl karikiert als auch konterkariert, steckt jede Menge feministische Gesellschaftskritik.“
Lust auf Literatur
„Baldy spielt mit den Erwartungen an Weiblichkeit, Beziehungsdynamik und Selbstfindung. Wie viel „Ich“ bleibt übrig, wenn das „Wir“ zerbricht? Und wie sehr definiert sich eine Frau über den Blick des anderen? Es ist ein wilder, kluger Text über Identität, Kontrolle und das Chaos nach dem Beziehungsende.“
@jollybooktime
„Frau Fünf ist ein so aufschlussreicher wie origineller Roman über den allgegenwärtigen Ruf nach Selfcare und Selbstermächtigung. Und es ist erfrischend, einen Text zu lesen, der es mit seinen Lesern nicht gut meint. Lachen kann befreiend wirken. In diesem Fall aber ist es vor allem: selbstentlarvend.“
Leander Berger | Deutschlandfunk