In »Mariens Käfer« entspinnt die Autorin und Malerin Lisa Kränzler ein Märchen über einen strahlend blauen Käfer, der sich nachts aus dem Paradies schleicht und allerlei Turbulenzen erlebt. Kurz vor Tagesanbruch quetscht er sich durch den Mauerspalt, um unentdeckt wieder ins Paradies zu gelangen. Doch seine Ausflüge bleiben nicht ohne Folgen.
Lisa Kränzlers Märchen über den Mariens Käfer und wie dieser zu seinem roten Panzer mit schwarzen Flecken kommt, ist eine wunderbare, lustige und gefühlvolle Geschichte, die mit Fakten, Analysen und präziser Selbstbeobachtung der Autorin gespickt wird. Und so wird das Kunstmärchen schnell zur Wirklichkeit.
Das Märchen geht auf das Gemälde »Das Paradiesgärtlein« des Oberrheinischen Meisters von 1410/1420 zurück, auf welchem oben links ein unidentifizierbares Insekt zu sehen ist, das Lisa Kränzler als Inspiration für ihr Buch Mariens Käfer nutzt.
Ausgezeichnet mit dem mit 40.000 Euro dotierten Fontane-Literaturpreis der Fontanestadt Neuruppin und dem Land Brandenburg 2025.
„Ein faszinierendes Kleinod.“
Ismael Berrazouane | Deutschlandfunk
„Seit Kränzler 2012 beim Klagenfurter Bachmann-Wettbewerb den 3Sat-Preis geholt hat, gilt sie als experimentellste literarische Stimme ihrer Generation.“
Georg Leisten | Südkurier
„Kränzlers dünnes, hochliterarisches und inhaltlich forderndes Buch ist eine Ausnahme-Erscheinung im aktuellen Literaturbetrieb.“
Lars Grote | Märkische Allgemeine Zeitung
„Lisa Kränzler findet sich in einer Reihe interessanter Autoren wieder und ist zugleich eine Ausnahme. Nicht nur, weil sie zweigleisig unterwegs ist: als Malerin und als Autorin. Auch ihre Sprache, ihr Sich-Nähern an ihr Thema wie auch ihr Publikum bei der Lesung wirkt wie ein Gehen auf Zehenspitzen, ein Tänzeln und ist zugleich eine berührende Vereinnahmung vom ersten Moment an. Wenn sie spricht, wenn sie liest.“
Lisa Martin | Nordkurier
„Lisa Kränzler […] hat mit Mariens Käfer eine humoristisch-wirre Symphonie aus märchenhaften Elementen und der Reflexion über das Schreiben und Schaffen von Kunst und Worten zu Papier gebracht, die die Grenzen des Göttlichen auf die Probe stellen und zum Hinterfragen der gegebenen Ordnung anregen.“
Nastasia Kummer | literaturundfeuilleton