Die Studie von Marc Ortmann untersucht das spannungsreiche Wechselverhältnis von Soziologie und Literatur. Ihr zentrales theoretisches Anliegen besteht darin, literarische Texte als eigenständige Erkenntnisquelle der Sozialwissenschaft ernst zu nehmen – und umgekehrt soziologische Texte in ihrer literarischen Verfasstheit zu lesen. Damit knüpft sie an die Fachgeschichte der Literatursoziologie an und führt deren Fragestellungen systematisch weiter. Im Zentrum steht die These, dass Literatur als eine Form von »Spontansoziologie« fungiert. Sie erschließt soziale Strukturen, Affektlagen und Alltagspraktiken oftmals früher, dichter und sensibler, als es wissenschaftliche Systematisierungen vermögen. Literatur beschreibt Gesellschaft nicht nur – sie bringt gesellschaftliches Wissen hervor.
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Soziologie und Literatur
28,00 €
Broschur, ca. 360 Seiten, erscheint im September 2026
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