Seit dem 7. Oktober 2023 ist etwas ins Rutschen geraten. Unter israelsolidarischen Linken breitet sich seitdem vor allem ein Gefühl aus: Einsamkeit. Wo einst ein gemeinsames Verständnis darüber herrschte, dass Antisemitismuskritik zu progressivem Selbstverständnis und kritischer Gesellschaftstheorie dazugehört, herrscht heute Unsicherheit, Sprachlosigkeit oder gar Feindseligkeit. Wer Israel nicht hasst, gilt plötzlich als verdächtig, manchen gar als gefährlich.
Dieses Buch versammelt Stimmen, die der Vereinzelung etwas entgegensetzen. Aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen Autor*innen, dass ein solidarischer und empathischer Umgang mit Israel kein Widerspruch zu linken Werten ist, sondern deren konsequente Fortsetzung. Die Texte handeln vom Ringen um Haltung und bezeugen, dass der Einsatz gegen Antisemitismus ein Prüfstein jeder emanzipatorischen Idee bleibt. Sie erzählen von Enttäuschung und Trotz und von der Möglichkeit einer neuen Verständigung. Das Buch handelt von Menschen, die nicht aufgeben, weil sie an Soli darität als universeller Idee glauben. Auch und gerade mit Jüdinnen und Juden. Ein Buch über Klarheit, Verbindung und den Mut, aus der Einsamkeit herauszutreten.
Mit Texten von Sasha Kirsten Achtelik, Ulrike Becker, Julia Bernstein, Mehmet Can, Ninve Ermagan, Henning Flad, Lisa Geffken, Roglit Ishay, Dastan Jasim, Rosa Jellinek, Anetta Kahane, Ilja Kogan, Nikolas Lelle, Jule Nagel, Nicholas Potter und Marek Sierka.
„Dieses Buch ist für alle, die sich in den letzten Jahren schrecklich einsam gefühlt haben. Dieses Buch ist für alle, die daran glauben, dass da noch eine progressive und humanistische Perspektive möglich ist und die Israel nicht hassen wollen.“ Ronja Othmann

