Werkausgabe einer Ikone des Queerfeminismus
Im Auftrag der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Wüstenrot Stiftung herausgegeben von Anna Bers
Mit einem Vorwort von Monika Rinck
Christa Reinig wurde 1926 in Berlin geboren. Nach dem Studium der Kunstgeschichte und christlichen Archäologie an der Humboldt-Universität arbeitete sie zunächst als wissenschaftliche Assistentin am Märkischen Museum in Ost-Berlin. Sie wurde aufgrund ihrer Texte ab 1951 mit einem Publikationsverbot in der DDR belegt. 1964 konnte sie die DDR verlassen und lebte als freie Schriftstellerin in München, wo sie 2008 starb.
Ihr Werk wurde unter anderem mit dem Bremer Literaturpreis (1964) sowie mit dem Kritikerpreis (1975) und dem Brandenburgischen Literaturpreis (1999) ausgezeichnet.
Reinig schrieb zahlreiche Gedichte, Romane, Erzählungen, Hörspiele und Essays, neben ihren Gedichten sind ihre Romane „Die himmlische und die irdische Geometrie“ (1975) und „Entmannung“ (1976) ihre bekanntesten Werke; ihre umfangreiche Kurzprosa muss erst noch entdeckt werden. Dazu lädt diese kommentierte Werkauswahl ein, die auch erstmals publizierte Texte enthält. Ihr Werk ist zugleich aufstörend, abweisend, sehr ironisch und zugleich polyphon, komisch-leicht und sich öffnend, denn „Leben ist Gefängnis, Sprache auch“.
Die Werke erscheinen in drei Bänden im Schuber.

