Dilek Güngör beim beziehungsweise. Kurze-Texte-Festival Wie drücken sich private in gesellschaftlichen Beziehungen bzw. gesellschaftliche in privaten Beziehungen aus?
Einerseits ist von Beziehungen – egal, ob erfüllend, funktional oder toxisch – im Privaten, Zwischenmenschlichen und Amourösen die Rede. Zum anderen bezeichnen Beziehungen Verhältnisse, in denen Menschen zu gesellschaftlichen Strukturen stehen, sei es aus freier Entscheidung oder aus ungewollter Abhängigkeit, etwa im Falle von Arbeitsbeziehungen. In beiden Fällen strukturieren Beziehungen gesellschaftliche Ordnungen und konstituieren individuelle Identitäten.
Das Festival »beziehungsweise« erkundet literarische Darstellungsweisen, die verschiedene Beziehungsgeflechte auf sprachlicher und erzählerischer Ebene erfahrbar machen. An fünf Abenden präsentieren jeweils vier Autor:innen eigens für das Festival verfasste oder erstmals öffentlich vorgestellte kurze Texte. Die Veranstaltungen klingen jeweils mit einer DJ-Hour aus.
Zusätzlich lesen Leif Randt, Christine Koschmieder und Wlada Kolosowa.
