31. Januar

„Rechte Gewalt und Plattenbau“ – Symposium zur Ausstellung Wohnkomplex. Kunst und Leben im Plattenbau

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MINSK Kunsthaus Potsdam
31. Januar 2026
14:00

In der Ausstellung Wohnkomplex. Kunst und Leben im Plattenbau widmet Gastkurator Kito Nedo der Frage, wie die ostdeutschen Plattenbau-Siedlungen in der Kunst verhandelt werden und versammelt rund 50 Arbeiten, die den Plattenbau unterschiedlich betrachten und einordnen – als Ort des Wohnens, als Symbol sozialer Utopien und als Projektionsfläche gesellschaftlicher Veränderungen. Dabei steht der Plattenbau nicht nur als architektonisches Erbe im Zentrum, sondern als kultureller Resonanzraum, der Fragen nach Zugehörigkeit, Gemeinschaft und Erinnerung aufwirft.

Zwischen Beton und Erinnerung, Gemeinschaft und Individualismus, Traum und Gewalt – der Plattenbau erzählt von großen Ideen und stillen Brüchen. Begleitend zur Ausstellung organisiert das MINSK ein Symposium, das Raum für Austausch zwischen Kunst, Wissenschaft und Öffentlichkeit bietet und nach der Aktualität des Plattenbaus als Ort von Gemeinschaft, Konflikt und Erinnerung fragt.

In Vorträgen, Gesprächen und filmischen Beiträgen werden weltweite Perspektiven auf die Idee des Wohnens im System des industriellen Bauens eröffnet – von sozialistischen Idealen bis zu globalen Parallelen. Internationale Perspektiven auf den Plattenbau öffnen als einem ersten Schwerpunktthema ein Panorama von Visionen, Utopien und geteilten Erfahrungen – von Warschau bis Havanna, von Berlin bis Tiflis. Ein zweiter Schwerpunkt widmet sich der Auseinandersetzung mit rechter Gewalt und ihren räumlichen Bezügen im Kontext von Plattenbauarchitektur. Im Fokus stehen die Spuren und Schatten, die rechte Gewalt in den Räumen des Alltäglichen hinterlässt.