Tobias Bamborschke: Aus der Ferne wirkt die Hölle wie ein Abenteuer Buchpremiere. Lesung & Konzert. Klavier: Max Bauer (Isolation Berlin)
Die Protagonisten in Tobias Bamborschkes Gedichten weinen so laut, dass die Vögel aus den Zweigen fallen. Weinen sie nicht, verkneifen sie sich die Tränen. Trost finden sie im Schlaf oder in den Tabletten. In der Erinnerung. Und den Gedichten. Bamborschke schreibt Miniaturen der Traurigkeit, kurze Stücke in unkomplizierter Sprache und freier Form.
Die 62 Stücke lesen sich wie ein langes Gedicht, sind Variationen eines Themas: Wie hält man das Leben aus, wenn nichts tröstet, ablenkt oder erfreut? Bamborschkes Antwort: Man weint. Und schreibt.
