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Thomas Keck ist tot.

Der in Wien geborene Schauspieler, Regisseur, Dramaturg, Herausgeber und Autor Thomas Keck starb nach langer schwerer Krankheit am 19. August 2025 in Berlin, er wurde 68 Jahre alt.
Thomas Keck war Herausgeber fast aller Werke von Ronald M. Schernikau – um das Werk seines Lebensmenschen kümmerte sich Keck nach dessen Tod 1991 als Verwalter des Nachlasses und als Herausgeber, er betrieb zudem die schernikau.net-Website. Es ist fraglich, ob der heutige Klassiker Schernikau ohne den Einsatz von Keck so bekannt wäre, wie er es nun ist.
Darüber hinaus arbeitete Keck als Schauspieler, Dramaturg und Sprecherzieher. Für die Taz und die Siegessäule schrieb er Theaterkritiken. Er gab die umfangreichen Protokolle der von Peter Hacks an der Akademie der Künste geleiteten Arbeitsgruppen »Berlinische Dramaturgie« heraus, betätigte sich in der Peter Hacks Gesellschaft und richtete Lesungen unter anderem aus Werken von Hacks, Gisela Elsner, Elfriede Jelinek, Wolfgang Kohlhaase oder Jura Soyfer ein. Auch war er selbst ein Schriftsteller von großem Talent, doch seine literarischen Veröffentlichungen sind gering an der Zahl.
Thomas Keck strebte nicht an die Öffentlichkeit, er nutzte die Bühne lediglich, um anderen seine Stimme zu leihen, er schrieb seinen Namen lediglich, um eine Herausgeberschaft zu bezeugen, es sollte nicht um seine Person gehen.
Es war uns eine immer Freude mit diesem ebenso genauen wie freundlichen Menschen arbeiten zu dürfen. Umso mehr vermissen wir ihn.